Axel der Held (Bundesstart)

Vorführungen:

  • Do, 15. August 2019 – So, 18. August 2019 um 19:00 Uhr
  • Di, 20. August 2019 – Mi, 21. August 2019 um 21:00 Uhr
  • Do, 22. August 2019 – So, 25. August 2019 um 17:00 Uhr
  • Mo, 26. August 2019 um 17:00 Uhr
  • Di, 27. August 2019 – Mi, 28. August 2019 um 19:00 Uhr

„Axel, der Held“ ist ein modernes Heldenmärchen für Erwachsene, das von Existenzkrisen, Kapitalismus und der Macht der Freundschaft erzählt. Mit skurrilen Figuren und visuellen Überraschungen schafft Regisseur Hendrik Hölzemann („Kammerflimmern“) einen originellen Spielfilm, über dem stets der augenzwinkernde Geist Karl Mays schwebt.

Mit Johannes Kienast, Christian Grashof, Emilia Schüle und Sascha Alexander Geršak in den Hauptrollen. Uraufgeführt auf dem Filmfestival Max Ophüls Preis 2018.

Kommentar des Regisseurs Hendrik Hölzemann

»„Axel, der Held“ ist ein absurdes Märchen. Eine schwarze Komödie, die den Zuschauer zum Lachen und zum Weinen bringen soll, weil ich fest daran glaube, dass es möglich ist, einen Film zu machen, der lustig ist, ohne harmlos zu sein. Denn die Komödie ist nicht per se lustig, weil sie sich ausschließlich mit harmlosen und witzigen Themen beschäftigt, sondern weil sie einen versöhnlichen, hoffnungsvollen Blick auf das Leben ihrer Protagonisten wirft, egal wie schwer deren Schicksal auch sein mag, welche existenziellen Fragen in ihren Köpfen auch herumspuken mögen. Und Fragen hat der Held meiner Geschichte viele: Wie wird man zu dem Menschen, der man eigentlich sein will? Nützt es von einer besseren Zukunft zu träumen? Und was braucht man am Ende tatsächlich zum Leben? Auf die letzte Frage liefert der Film vielleicht die klarste Antwort: wir brauchen einen Freund, der uns so liebt und schätzt wie wir sind und der unser Potenzial, unseren wahren Wert erkennt. Für Axel wird Heiner dieser Freund. Genau wie Axel ist auch Heiner ein Träumer. Er lebt in den Welten von Karl Mays Büchern, in denen es noch echte Freundschaft, Ehre und Aufrichtigkeit gibt. Heiner bestimmt Axel zu seinem „weißen Bruder“ und gibt ihm den Mut ein, sein Leben endlich selbst in die Hand zu nehmen.

Die verschiedenen erzählerischen und visuellen Ebenen des Films machen Axels Wandlung und sein komplexes Wesen verständlich und nachvollziehbar: von der harten Realität des sozialen Alltags in Deutschland hin zu der bunten Spielwelt, in die sich Axel flüchtet. Auch das Setting vereint scheinbare Widersprüche. Es zeigt eine künstliche Welt, ein Biotop liebenswerter Verlierer, das trotz oder gerade wegen seiner Künstlichkeit Rückschlüsse auf die Wirklichkeit ermöglicht. Mit Figuren, deren überzogenes, groteskes Verhalten zum Lachen und zum Nachdenken anregt. Mit Bildern, die die Schönheit der „deutschen Prärie“ ebenso einfangen, wie die zwischendurch aufblitzende Trostlosigkeit. „Axel, der Held“ hat die Struktur und das Herz eines Märchens, die Schönheit eines Heimatfilms, und den Humor eines britischen Gangsters.«