Belleville – Belle et Rebelle (Bundesstart)

    • FR/DE 2021
    • 98 Min
    • Regie: Daniela Abke
    • schwarz/weiß
    • FSK: keine Angabe
    • Originalfassung mit deutschen Untertiteln (OmU)
    • offizielle Filmseite

    Vorführungen:

    • Do, 13. Oktober 2022 um 19:00 Uhr
    • Sa, 15. Oktober 2022 – So, 16. Oktober 2022 um 19:00 Uhr
    • Mo, 17. Oktober 2022 um 19:00 Uhr
    • Mi, 19. Oktober 2022 um 19:00 Uhr
    • Do, 20. Oktober 2022 – Fr, 21. Oktober 2022 um 21:00 Uhr
    • So, 23. Oktober 2022 um 21:00 Uhr
    • Mo, 24. Oktober 2022 um 21:00 Uhr
    • Mi, 26. Oktober 2022 um 21:00 Uhr

    Paris, Belleville: ein letztes Café Musette. Charmant, bezaubernd, eigenwillig, wie die sechs Charaktere, deren Wege sich hier kreuzen. Reale Poesie und populäres Chanson. Unbeugsam, unbändig, zeitlos. Französische Geschichte, die trotzt und fortbesteht. Anhand einer Straßenecke portraitiert der Film ein Quartier, das dem Fremden ein Zuhause geworden ist. Geprägt von den Migrationen der letzten Jahrhunderte, von Handwerk und Revolte, singt uns Belleville seine Lieder von Liebe und Kampf. Fotografie in schwarz/weiss. Bilder wie ein Chanson.

    „Belleville belle et rebelle“ portraitiert sechs außergewöhnliche Bewohner von Belleville, dem Pariser Einwandererviertel par excellence. Die Stammgäste des VIEUX BELLEVILLE – charmant und eigenwillig – tragen den Film ähnlich wie im französischen film choral: Joseph, Cafébesitzer und Chronist; Minelle, Sängerin und Akkordeonistin mit ansteckender Energie; Robert Bober, Regieassistent von Truffaut, Schriftsteller, Fotograf und Filmemacher. Riton la Manivelle, Bariton und Drehorgelspieler; Steven, schottischer Bistro- und Wandmaler. Und Lucio Urtubia, Maurer, Baske und Anarchist, von Interpol gesuchter Scheckfälscher, der heute das Kulturzentrum ESPACE LOUISE MICHEL leitet.

    LE VIEUX BELLEVILLE ist ein lieu authentique, aus Mode und Zeit gefallen. Tief verwurzelt in der französischen Seele lockt diese Kultur Neugierige aus aller Welt, um Lieder von Fréhel, Piaf und Gainsbourg zu singen, zu tanzen und die ewig moderne Idee von Brüderlichkeit zu teilen. Diese Chansons repräsentieren den Sinkstoff des Lebens, eine Essenz, die von Revolution, Aufstand, Weltkriegen, dem Mai 1968, von Liebe und Leidenschaft erzählt. Aber was macht ein gutes Chanson aus? Jeanne Moreau: „Die Energie. Es ist eine unmittelbare Empfindung, wie eine Erschütterung. Die Idee muss auf ein Gefühl treffen.“
    „Belleville belle et rebelle“, ein weiteres Juwel der Regisseurin Daniela Abke, erzählt von einer verborgenen Seite Frankreichs. La France caché, jenseits der Gelbwesten, dort, wo die Gesellschaft im Innersten zusammenhält.


    PRESSESTIMMEN:

    Ein Film über Zivilcourage, Kultur und politische Einmischung – belle et rebelle.

    „Nach diesem großartigen Film will man sofort hinfahren und das Viertel neu erkunden.“
    rbb Radio 1 / Filmtipp der Woche

    „Die schöne schwarzweiße Kinematografie in Daniela Abkes Film BELLEVILLE – BELLE ET REBELLE erinnert an die Straßenfotografie von Robert Doisneau, der in Belleville fotografierte und an Eugene Atgets frühe Fotografien von Paris…BELLEVILLE lädt, zur Länge eines Liedes von Fréhel, zum Miträumen ein.“ Indiekino

    „Daniela Abke…begegnet in ihrem ersten Dokumentarfilm ihren Protagonisten mit viel Respekt und Empathie, die sich auch in den stimmungsvollen Schwarz-Weiß Bildern von Kamerafrau Isabelle Casez widerspiegeln.“ Choices

    „Gleichzeitig ist dieser Film aber auch so wohlig, dass man nur zu gerne darin eintaucht, weil Belleville seinem Namen alle Ehre macht, Joseph und all die anderen durchweg sympathischen Protagonisten voller Geschichten sind und man sich still der eigenen Sehnsucht hingeben kann nach Orten wie dem Le Vieux Belleville,…“ Filmdienst

    „In Reiseführern gilt es längst als modisch und angesagt, aber Abke schürft tiefer; in einem stimmungsvollen Schwarz-Weiß, das sich nur knappe Ausflüge ins Pittoreske gestattet. Ihr Blick ist fokussiert auf einige Bewohner, deren Lebenszweck es ist, die Erinnerung an das Vergangene wachzuhalten. Allesamt sind sie das, was man gern ein Original nennt. Sie haben den Gesang im Blut und tragen das Herz auf der Zunge, sind kontaktfreudig, temperamentvoll und kregel …
    So ist die Überlieferung zugleich Thema und Ergebnis des Films. In ihm kristallisiert sich eine Vorstellung von Volkstümlichkeit heraus, die heiter und widerständig ist. Die altgedienten Chansons bürgen dafür, angefangen mit »Le temps des cerises«, dem Kampflied der Kommune, das so friedvoll klingt. Abkes Protagonisten tragen diese Doppeldeutigkeit in sich, nicht als Widerspruch, sondern als Lebensbejahung. Sie sind kluge Interpreten des Alltags. Es ist eine Freude, ihnen zuzuhören. Abke filmt sie kaum je als talking heads, sondern in Bewegung oder im Gespräch mit anderen. Gewiss, sie sind aus der Zeit gefallen, aber souverän geblieben. Die Nostalgie ist sehr lebendig in diesem Film.“ epd Film

    „Schon in den ersten Filmminuten ist nicht zu übersehen, dass Daniela Abke ihre Protagonistinnen und Protagonisten nicht einfach nur auf klassische Weise porträtieren möchte. Sondern dass sie dem von Künstlern geprägten Alltag des ´Vieux Belleville´ einen kunstvollen Film widmen möchte. Die spannungsreich komponierten Bilder von Bistro und Viertel (Kamera: Isabelle Casez) wirken wie ein Reigen wirkungsvoll gerahmter Tableaus und zum Teil auch wie eine Verbeugung vor den Spielfilmen, die in Belleville gedreht wurden, etwa ´Goldhelm´ (1951) von Jacques Becker. Schon zwei grundlegende formale Entscheidungen rücken ´Belleville. Belle et rebelle´ weg von der klassischen Dokumentation und hin zum Essay: zum einen das zeitlos wirkende, kontrastreich leuchtende Schwarz-Weiß, zum anderen das Breitbandformat, das die Porträtierten immer zugleich in den sozialen und stadtgeschichtlichen Kontext rückt, sie nie nur als vereinzelte Individuen betrachtet.“ kino-zeit.de

    „Regisseurin Abke lässt sich ganz auf ihre Protagonisten ein. Sie schaut ihnen buchstäblich beim Leben zu, beim Politisieren mit Freunden, oder auch beim Räsonnieren. Robert Bober erzählt nicht nur von seiner Mitarbeit bei Truffaut, sondern auch von seiner Passion für die Fotografie. Das eröffnet eine weitere Ebene über die Geschichte des Viertels …Das alles zeigt die Regisseurin in sorgfältig komponierten Schwarzweiß-Bildern, womit sie die Aufmerksamkeit auf ihre Protagonisten lenkt…Zugleich verkörpert er die im Viertel gelebte Toleranz, die Widersprüche ausgleicht: Lucio ist mit seinem ehemaligen Haftrichter befreundet. Ihm und dem ´Vieux Belleville´, dem vielleicht letzten Lokal seiner Art in der Kapitale, setzt Regisseurin Abke ein liebevolles filmisches Denkmal. Es anzuschauen, macht extrem gute Laune…“ Kunstundfilm.de

    „Gibt es nicht Wichtigeres und Schöneres, als Menschen beim gemeinsamen Singen zuzuhören? Ja, sicher – aber nicht für die Dauer dieses Films.“ Süddeutsche Zeitung

    „Daniela Abke (Drehbuch und Regie) hat diese kleine, heile Welt rund um ein altes Café Musette im Pariser Einwandererviertel Belleville in ihrem wunderbaren Dokumentarfilm ´Belleville, belle et Welt´ festgehalten.“ Berliner Morgenpost

    „…Daniela Abke hat mit ´Belleville – Belle et Rebelle´ dem charismatischen Musette-Bistro nun ein filmisches Denkmal gesetzt…Abke verzichtet auf klassische Interviews und lässt bei Gesprächen die Kamera oft lange mitlaufen. Dabei entziehen ihre offenen Beobachtungen und die kontrastarmen Schwarz-Weiß-Bilder der mitunter postartig nostalgischen Szenerie alles Touristische. …´Belleville – Belle et Rebelle´ zeichnet eine aus der Zeit gefallene – und komplett analoge Welt. Hier schreibt noch jeder und jede mit der Hand und hat alle Zeit der Welt, sich den Kopf heißzureden. Und zu singen.“ Tagesspiegel

    „Der Film gefällt und begeistert durch die Kunst der guten Dokumentation, nämlich interessante Menschen zu finden und sie dann einfach zu porträtieren. Dieser außergewöhnliche Film zeigt darüber hinaus mit enormer Breite und Tiefe einen Querschnitt durch das Viertel. So kann man ´Belleville´ viel lebendige und aktive Nostalgie bescheinigen, was kein Widerspruch, sondern ein besonderer Reiz ist.“ Aachener Zeitung

    „In »Belleville belle et rebelle« trifft reale Poesie auf populäres Chanson. Unbeugsam, unbändig, zeitlos. Französische Geschichte, die trotzt und fortbesteht.“ Guetsel.de