Vorführungen:

  • So, 12. Mai 2019 um 11:00 Uhr

Zur einzigen Vorstellung – zur Sonntagsmatinee am 12.05. um 11h – werden Bianca Geburek und Joshua Conens (beide sind Mitglieder des Produktionsteams des Films) anwesend sein und für ein Gespräch im Anschluss an den Film zur Verfügung stehen.

Der fiktionale Kinofilm CaRabA zeigt eine Welt ohne Schulen. Fünf junge Menschen finden ihren ganz eigenen Weg in dieser Welt. Phantasievoll untersucht der Coming-of-Age Film, wie das Leben selbst zum fortwährenden Bildungserlebnis wird. Der erste Spielfilm zur Zukunft der Bildung regt an, gemeinsam Visionen zu entwickeln. Wann und wo geschieht Bildung eigentlich? In dem Episodenfilm CaRabA forscht SASKIA (24) an einem Schlafmittel und ringt um dessen Anerkennung; der entwaffnend-naive NURI (8) begleitet seinen Vater beim Taxifahren und interviewt die Fahrgäste; der verträumte LOVIS (14) spielt Tischtennis im Park, arbeitet an der Zeit und verliebt sich; MAX (15) malt Waschmaschinen beim Schleudern und entdeckt Gott in Dürer (oder umgekehrt); während bei der erst ziellosen JANNE (15) das Schicksal zum temporären Auszug von zuhause und zur Feldforschung über Familie führt. CaRabA erzählt von Vertrauen – in sich selbst und in die Menschen um einen herum.

Was ist Bildung
Dass es mit der Bildung so nicht weitergehen kann, da sind sich alle einig. In den Diskussionen der letzten Jahre, die wir intensiv verfolgt haben, fehlen Bilder, wie zukünftige Bildungslandschaften aussehen könnten, die junge Menschen in ihrer Würde ernst nehmen. Darum gibt es CaRabA! Für die Herausforderungen, vor denen wir als Gesellschaft stehen, ist ein grundlegender Blickwechsel auf Kindheit und Bildung dringend notwendig. Die aktuellen Debatten verbleiben meistens innerhalb der Beschulungsideologie: sie kreisen um Schulkritik, Schulreformen und Schulersatz (Alternativschulen) – manchmal auch um häusliche Beschulung („homeschooling“). CaRabA will eine neue Perspektive eröffnen, die sich nicht mehr bloß an den bestehenden Problemen und Ungerechtigkeiten abarbeitet, sondern sucht, wie es sein könnte.

Es geht um das Mögliche, Ersehnte, Utopische. CaRabA wird den Anstoß dazu geben: Durch die spielerisch wie ernsthafte Erkundung der Folgen einer neuen gesellschaftlichen Situation: einem Leben ohne die Institution Schule. Lasst uns reden. Mit CaRabA laden wir zu einem breiten Gespräch ein: was ist Bildung eigentlich und welche Rahmenbedingungen braucht sie? CaRabA entstand mit viel Herzblut aus dem Anliegen, Gesprächsräume zu schaffen, um das Verständnis von Kindheit, ethische Haltungen zu den jungen Menschen und die Frage nach dem Mensch-Sein zu bewegen. Dabei haben wir keine fertige Antwort. Durch exemplarische (Film)Bilder wollen wir Mut machen, Visionen einer möglichen anderen Welt zu erschaffen. Wir freuen uns über weitreichende Diskussionen, wenn CaRabA ab Mai 2019 zu sehen sein wird.

Über den Film
In fünf Episoden wird der Zuschauer mitgenommen in einen Alltag, wo die Zeit, die vorher für die Schule reserviert war, nun anders gestaltet werden kann und muss – konsequent erzählt aus der Perspektive der jungen Protagonist*innen, die zwischen 8 und 24 Jahre alt sind. Dabei wird erfahrbar, wie aus den vielfältigen Möglichkeiten des ungehinderten Lebens – wenn die Kräfte des Schicksals und der eigenen Neugierde zum bestimmenden Moment werden – Leidenschaften und Begeisterung entstehen. Diese bringen schließlich und fast unweigerlich auch Kompetenzen mit sich.

CaRabA wurde geboren im April 2014, als der freischaffende Philosoph Bertrand Stern die wahnwitzige Idee hatte, einen Film auf die Beine zu stellen, der visionär eine mögliche Zukunft der Bildungslandschaft darstellt. Mit Joshua Conens fand er den Partner um dieses Vorhaben in die Welt zu bringen. Er übernahm die gesamte Umsetzung und Realisierung des Projektes. Nach vielen inhaltlichen Gesprächen und Diskussionen wurden die fünf Geschichten in einer Welt ohne Schulen entwickelt. Der 90-minütige Film CaRabA wurde schließlich von August bis Oktober 2017 nach 3,5-jähriger Vorbereitung in Berlin gedreht.

Mit über 60 Schauspieler*innen, mehr als 200 Komparsen*innen und über 40 Drehorten wurde das Mammut-Projekt von einem professionellen Filmteam mit viel Herzblut umgesetzt. Neben dem inhaltlichen Grundimpuls stand immer im Fokus, ein hochwertiges, künstlerisches Werk zu schaffen. Nach dem aufwendigen Schnittprozess, bei dem viele Monate mit der Dramaturgie des Episodenfilms gerungen wurde, folgt ab Anfang 2019 die Festivalauswertung. Der Hauptfokus für die Auswertung liegt auf Kinos – so wird CaRabA bundesweit in den kommunalen und Programmkinos zu sehen sein. CaRabA wurde von Anfang an mit sehr viel Herzblut, persönlichem Einsatz und vielen helfenden Händen realisiert. Nur dadurch war es überhaupt möglich, das gemeinnützige Projekt mit sehr begrenzten Mitteln zu realisieren – eine echte Herausforderung.