• DE/FR 2013
  • 96 Min
  • Regie: Stephan Schesch
  • FSK: ab 0 Jahren
  • FBW Prädikat besonders wertvoll

Vorführungen:

  • So, 19. Dezember 2021 um 13:00 Uhr

Die erste Animationsfilmwoche für Kinder im sweetSixteen-Kino!
Coronabedingt leider ohne Schnickschnack drumherum (das gibt es dann beim nächsten Mal), aber dafür: mit ausgewählten und supertollen Animationsfilmen für Kinder vom 13. bis 19. Dezember.

Regulärer Kinderfilmeintritt je Vorstellung
Eintritt Kinder: 4,- €
und Eintritt Erwachsene zum Kinderfilm: 6,- €


Er lebt ganz alleine in seiner runden Kugel und blickt auf die Welt: der Mondmann. Doch nach so langer Zeit am Himmelszelt möchte er doch einmal etwas anderes sehen, und so ergreift er die Gelegenheit beim Schopf, hängt sich an einen Kometenschweif und landet plötzlich auf der Erde. Zunächst ist alles schön und neu und aufregend. Doch als ein machthungriger Politiker, der schon die ganze Welt beherrscht, nun auch den Mond erobern will und die Kinder auf der Erde nicht mehr schlafen können, weil sie den Mondmann vermissen, beschließt dieser, dass es Zeit wird, heimzukehren. Aber wie? Tomi Ungerer lieferte die Vorlage zu dieser bezaubernden kleinen Geschichte rund um den Mann im Mond, an der bereits kleinste Zuschauer ihr Vergnügen haben werden. Die Figuren sind liebevoll gezeichnet und Katharina Thalbach als Mondmann ist ein akustisches Vergnügen. Auch die positive Botschaft der Geschichte offenbart sich schnell: Es ist die Freundschaft, die hilft, alle Schwierigkeiten zu meistern und die immer bleibt, auch wenn man sich an ganz verschiedenen Orten befindet. Ob man nun ein Mondmann ist oder ein Mensch. Ein bezauberndes und überirdisches Animationsvergnügen für die ganze Familie.

Jurybegründung:

„Bitte nochmal!“, so der Wunsch des kleinen Mädchens unmittelbar nach Ende des Abspanns im Autokino. Doch schon gleitet der an die 1960er Jahre erinnernde Straßenkreuzer mit Vater, Tochter und Hund durch die vollmondhelle Nacht und ein unglaubliches Geschehen voll Esprit, Fantasie und Gefühl wird in Gang gesetzt.
Der Zuschauer taucht ein in eine fantastische, aber doch auch irgendwie vertraute Welt, in der ein einsamer, von Langeweile gequälter Mondmann die Gunst eines vorbeifliegenden Kometen nutzt, um zur Erde zu gelangen. Noch weiß er nicht, dass auf dem Planeten nahezu alle Kinder, aber auch mancher noch nicht vollständig seiner Vorstellungskraft beraubter Erwachsener, ihn mit Zuneigung und Vertrauen an seinem angestammten himmlischen Platz stets im Auge gehabt und im Herzen getragen haben.

Nachdem der liebevoll gestaltete Mondmann nur kurz die farbenfrohe Natur und fröhliche Gemeinschaft „kleiner“ Leute genießen konnte, macht er Bekanntschaft mit dem bedeutendsten (weil einzigen) Erfinder der Menschheit, Bunsen van der Dunkel. Kurz darauf wird er vom genauso verschlagenen wie machtgierigen Präsidenten und seinem blass und fratzenhaft auftretenden Gefolge als Eindringling gejagt und festgesetzt. Der Präsident, gerade Alleinherrscher über die irdische Welt geworden, will die Gunst der Stunde nutzen und nun auch die Eroberung des Erdtrabanten anstreben. Dabei versucht er, sich schamlos der Dienste Bunsens zu bedienen und dessen Raumschiff zu missbrauchen. Unterdessen gelingt dem Mondmann die Flucht aus dem Kerker. Mit Hilfe des schon aus dem Autokino bekannten Mädchens, ihres Vaters und vor allem des sich als wahrer Freund erweisenden Erfinders kehrt der Mondmann mit Bunsens Rakete an seinen angestammten Platz zurück, gibt den Erdenkindern Sicherheit, hält leuchtend Kontakt mit den Aufgeschlossenen und genießt sichtlich sein Ansehen. Der von Hybris getriebene Präsident hat den Kampf um das Raumschiff verloren und verschwindet in den unendlichen Weiten des Alls.