• DE/UK/AU 2021
  • 89 Min
  • Regie: Franz Böhm
  • FSK: ab 12 Jahren
  • FBW Prädikat besonders wertvoll
  • Doku: Originalfassung mit deutschen Voiceover und ggf. Untertiteln
  • offizielle Filmseite

Vorführungen:

  • Fr, 15. Oktober 2021 – Sa, 16. Oktober 2021 um 20:45 Uhr
  • So, 17. Oktober 2021 um 17:00 Uhr
  • Mo, 18. Oktober 2021 – Mi, 20. Oktober 2021 um 17:00 Uhr

Aufgrund des Corona Sicherheitskonzept (Eingeschränkte Sitzkapazität) haben wir uns entschieden die drei Filme der „Green Movies„-Reihe („Youth unstoppable“ / „Dear Future Children“ / „I am Greta“) auch im laufenden Programm zu zeigen!

Rauch auf den Straßen der chilenischen Hauptstadt Santiago, die Gesichter junger Menschen verdeckt von Gasmasken. Ein schier anarchistisch anmutender Protestaufzug für soziale Gerechtigkeit, opponiert von massiver Polizeigewalt. Es folgt Uganda, wo Unmengen an Plastikmüll in den Gewässern treiben. Ein Protestzug junger Menschen in natur-grünen Oberteilen lässt ihre emotional geladenen Stimmen für den Klimaschutz durch die Stadt hallen.

Anschließend leiten schrill dröhnende Polizeisirenen in eine Hongkonger Nacht über. Inmitten der von Neonlicht erleuchteten Gassen eilen Reporter*innen in reflektierenden Westen den brutalen Geschehnissen hinterher. Junge Aktivist*innen und schwer bewaffnete Polizist*innen prallen aufeinander. Vereint sind diese Geschehen im Aufruhr der jungen Bevölkerung mit dem Willen, die Gegenwart zu verändern und eine lebenswerte Zukunft zu schaffen. DEAR FUTURE CHILDREN widmet sich einer Betrachtung dieser Jugendbewegungen und erzählt die Geschichten dreier junger Aktivistinnen aus Chile, Uganda und Hongkong in einer durchgehenden Parallelmontage.

Mit den Geschichten dieser Bewegungen reflektiert die Dokumentation in intensiver Betrachtung den rebellischen Puls der Zeit, in welcher sich engagierte und ideenreiche junge Menschen dazu entschließen die Welt zu verändern. All dies inmitten eines Zeitalters, welches es ermöglicht, millionenstarke Bewegungen innerhalb weniger Wochen zu etablieren.

DEAR FUTURE CHILDREN bietet höchst persönliche Eindrücke  in das alltägliche Leben der drei Protagonistinnen und begleitet sie bei starken sowie schwierigen Momenten: in den Minuten vor einer großen Rede genauso wie auf der gefährlichen Frontline. Dabei werden die tatsächlichen Hürden offenbar, Veränderung zu schaffen, selbst wenn Millionen Menschen aufbegehren und eine gesamte Generation sich den Gegnern ihrer Zukunft entgegenstellt.

Gleichzeitig etabliert sich der Aktivismus auch als unscheinbarer Antagonist im Film. Das nötige Engagement für den Protest fordert seine Opfer, wenn der Rückzug nach einer Niederlage zur schieren Unmöglichkeit wird. Der Film reflektiert diese Wucht wie ein zweischneidiges Schwert: Die Entscheidung zur Teilnahme an Protesten bringt Hassbotschaften, enorme Risiken und eine unberechenbare öffentliche Präsenz in die Leben der jungen Protagonistinnen. Nicht selten folgen darauf ungeahnte Ängste und Selbstzweifel und damit die Suche nach Rat und Rückhalt.

Zum Wohle ihrer eigenen Zukunft, sind die Akteur*innen der Protestbewegungen jedoch zum Handeln gezwungen.