Der illegale Film – Wem gehören die Bilder der Welt? (Doku) + Regisseur am 2.06

Vorführungen:

  • Do, 18. April 2019 – Mi, 24. April 2019 um 17:00 Uhr
  • Do, 25. April 2019 – So, 28. April 2019 um 20:45 Uhr
  • Di, 30. April 2019 – Mi, 1. Mai 2019 um 17:00 Uhr
  • So, 2. Juni 2019 um 12:00 Uhr
  • Fr, 7. Juni 2019 um 21:00 Uhr

Hinweise:
Am 2. Juni um 12h gibt es eine Sonntagsmatinee des Films in Anwesenheit des Regisseurs Martin Baer.

Das sweetSixteen-Kino zeigt im Rahmen der WorldPress-Photo-Ausstellung im Kulturort Depot  den Dokumentar-Film „Der illegale Film“, der sich u.a mit den Themen Fotografie und Urheberrecht auseinandersetzt. Kurzfristig konnten das Kino, die Deutsche JournalistInnen-Union in ver,di und nordstadtblogger.de, einen der Macher des Films, Regisseur Martin Baer, zu einem Gespräch gewinnen.

 

 

Wir wollen die Runde mit dem Filmemacher aber erweitern und haben weitere Medienschaffende mit ins Gespräch einbinden. Mit von der Partie sind:
Roland Geisheimer (Freelens), Angelika Osthues (Mediafon-Beraterin) und Willibert Michels (dju). Die Moderation übernimmt Alexander Völkel (nordstadtblogger.de).

Im Anschluss an den Film (86 Minuten) gibt es die Talkrunde – Beginn ist um 13.30 Uhr. Die Teilnahme daran ist kostenlos. BesucherInnen, die um 12 Uhr den Film sehen wollen, müssen allerdings den regulären Kino-Eintritt (Eintritt: 7 Euro / 6 Euro ermäßigt) entrichten. Weitere Termine: Freitag, 7. Juni um 21 Uhr. Bis 14. Juni für Schulklassen buchbar.


Darüberhinaus kann die Doku vom 27. Mai bis 14. Juni für Schulklassen gezeigt werden – weitere Infos dazu, siehe: Schulkino im Rahmen der World Press Photo- Ausstellung.

Kameras ersetzen unsere Augen. An einem einzigen Tag machen wir mehr Fotos als im gesamten 20. Jahrhundert. Unsere Welt verwandelt sich in ihr eigenes Abbild. Was machen wir mit all diesen Bildern? Was machen diese Bilder mit uns? Wie kann ich mir ein Bild der Welt machen, wenn ich umgeben bin von Bildern? Wenn wir zeigen, was wir überall um uns herum sehen, dann ist das eigentlich illegal. Denn jedes einzelne Bild gehört schon jemandem. So viele Bilder. Und so viele Bilderverbote.

Eigentümer und Urheber von Objekten, Gebäuden, Marken und sogar Landschaften verlangen Geld für die Darstellung ihres Eigentums. Das enorme kommerzielle Potenzial dieser Bilder wird immer wichtiger. Algorithmen liefern mittels Gesichtserkennungstechnologie wertvolle Daten für die Konsum- und Werbeindustrie. Bald wird die Frage, wer ein einzelnes Bild besitzt oder wer einen Film für wie viel kopieren kann, nebensächlich sein. Der wahre Wert der Bilder liegt in der Vielzahl der Bilder von uns allen. Wenn wirklich alles zu einem Produkt wird – Kunst, Ideen, Farben, die Bilder unserer Umgebung und sogar unsere „Selfies“ – wem gehören dann die Bilder, die wir von uns machen – und von unserer Welt?

Die Fragen der Regisseure

Die Menschheit filmt und fotografiert sich wie nie zuvor. Zwei Milliarden Bilder werden Tag für Tag in die Netzwerke hochgeladen – und diese Zahl wächst weiter. Über 45 Milliarden Kameras werden uns und die Welt im Jahr 2020 filmen und fotografieren. Wem gehören all diese Bilder? „Der illegale Film“ fragt, welche Bilder wir in Zukunft zu sehen bekommen und wie der Zugang dazu geregelt wird.

Die Frage des Produzenten

Kann man überhaupt einen Film darüber machen, wem ein Bild gehört? Sich mit Bild- und Urheberrecht zu befassen ist vor allem eine Herausforderung für den Produzenten. Eigentlich ist es eine Unmöglichkeit. Unser Film benutzt viele Ausschnitte aus zahlreichen urheberrechtlich geschützten Werken. Ist das überhaupt erlaubt? Das ist eine heiß umstrittene Frage.

Mit „Der illegale Film“ gehen wir das Risiko ein. Die Form des Filmes offenbart die Probleme beim Umgang mir all den Bildern, die uns umgeben: Wem gehört ein Anblick? Wer darf was und wen abbilden? Wer darf die Bilder sehen? Wer darf sie zeigen?

Nach dem international erfolgreichen und auf über zwanzig Festivals mit Preisen ausgezeichneten „Kinshasa Symphony“ ist „Der illegale Film“ die zweite Zusammenarbeit von Martin Baer und Claus Wischmann.