Die Zeit die wir teilen (Bundesstart)

  • Vorführungen:

    • Do, 1. September 2022 – Fr, 2. September 2022 um 18:45 Uhr
    • So, 4. September 2022 um 18:45 Uhr
    • Mo, 5. September 2022 um 18:45 Uhr
    • Di, 6. September 2022 – Mi, 7. September 2022 um 19:00 Uhr
    • Do, 8. September 2022 – So, 11. September 2022 um 17:00 Uhr

    DARSTELLER:
    Isabelle Huppert, Lars Eidinger, Swann Arlaud, Freya Mavor


    AUS DEM INHALT:
    Der Film mit dem Originaltitel a propos de Joan feierte seine Weltpremiere auf der 72. Berlinale. Und damit genau dort, wo die großartige Isabelle Huppert mit dem Goldenen Bären für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wurde. In ihrem neuen Film verkörpert sie Joan Verra in ihrer Paraderolle als selbstbewusste, aber unnahbare Frau. Lars Eidinger spielt mit seinem Image als Schauspieler, der sein Leben zu einer einzigen Kunst-Performance macht und glänzt als unverbesserlich stur Verliebter.

    In Paris begegnet die erfolgreiche Verlegerin Joan Verra überraschend ihrer ersten großen Liebe wieder. Aufgewühlt durch das kurze Treffen verlässt sie überstürzt die Stadt und findet auf dem Land die notwendige Ruhe, um in sich zu gehen. In ihrem alten Landhaus lässt Joan die letzten vierzig Jahre Revue passieren. Sie erinnert sich an ihre viele Jahre zurückliegende Zeit als Au-pair-Mädchen in Dublin, der Heimatstadt ihres Vaters.

    Damals verliebte sie sich in einen irischen Taschendieb, mit dem sie eine wilde Zeit verbrachte, die im Gefängnis endete. Joan kam schnell wieder frei, doch die Beziehung der beiden nahm ein abruptes Ende. Aus dieser ersten Liebe ging ihr Sohn hervor, wovon der Vater des Kindes nie erfuhr. Ihre Eltern unterstützten sie, das Kind großzuziehen, bis ihre Mutter ihren Vater unvermittelt verließ, um mit ihrem Karate-Trainer nach Japan durchzubrennen. Das hinterließ Spuren.

    Doch Joan ging ihren Weg und entwickelte sich zu einer selbstbewussten, aber unnahbaren Frau. In Frankreich, dem Heimatland ihrer Mutter, avancierte Joan zu einer angesehenen Verlegerin.
    Ihre emotionale Reise in die Vergangenheit führt sie zurück an einen Sommertag, an dem ein schwerer Schicksalsschlag ihr Leben für immer veränderte. Nun, Jahrzehnte später, überrascht sie ihr längst erwachsener Sohn mit einem Besuch. Die beiden haben sich lange nicht mehr gesehen, da ihre Beziehung bisher nicht einfach war.

    Und auch der exzentrische Schriftsteller Tim Ardenne, das Enfant terrible der Literaturszene, besucht sie in ihrem Landhaus. Tim und Joan vereint eine lange, aber komplizierte Vergangenheit: Der deutsche Schriftsteller ist wahnsinnig in seine deutlich ältere Verlegerin verliebt. Sie kümmert sich um ihren Schützling, weit mehr als es ihr Job verlangt. Denn sie fühlt sich mit dem unberechenbaren, extrovertierten Künstler verbunden. Tim spricht offenbar bei Joan eine emotionale Seite an, die sie lange verdrängt hat und die sie nun im Laufe der Beziehung immer mehr schätzen lernt. Durch ein Telefonat erfährt Joan vom Tod ihrer Mutter, die bereits vor 15 Jahren unbemerkt zurück nach Frankreich kam. Sie verbrachte ein verborgenes, tristes Leben in einfachen Verhältnissen – ohne ihre Familie zu informieren. Joan ist gekränkt und besucht das Grab ihrer Mutter im „Garten der Erinnerung“. Mit einem Glas Wein nimmt sie mit Tim und ihrem Sohn an ihrer Seite Abschied. Die Beschäftigung mit dem Tod ruft alte Erinnerungen hervor, doch es gelingt ihr, ein schicksalhaftes Ereignis hinter sich zu lassen, das ihr Leben bis heute bestimmt.

    Joans Reise in die Vergangenheit geht ihrem Ende entgegen. Für das Landhaus sucht sie einen Käufer. Im Garten auf einem Rasenmäher wartet Tim auf sie, Joan offenbart Tim zum ersten Mal ihre Liebe. Beide scherzen, wo sie am besten ihre gemeinsame Zukunft verbringen: Sie überlegen, vielleicht in die Nähe der Pole zu ziehen, dorthin, wo die Sonne nicht untergeht. In Grönland könnten sie in einem Iglo leben, Löcher ins Packeis hacken und angeln. Was sie noch dafür brauchen? Pullover, Schals und eine Mütze – aus Wolle natürlich.


    PRESSESTIMMEN:

    -Ein sinnliches und schwelgerisches Liebens- und Lebensdrama. Sehenswert.
    BR KINO KINO
    -Laurent Larivières Film irrlichtert faszinierend zwischen Realität und Illusion.
    TV SPIELFILM
    -Ein skurriler und interessanter Cocktail aus Genres über das Verarbeiten von Erfahrungen entsteht,
    wie gewohnt souverän getragen von Isabelle HuppertIsabelle Huppert.
    LARS BACKHAUS, GALORE MAGAZIN
    -Ein typisch französischer Film.
    LISA GOLDMANN, MADAME
    -Was für ein Paar! … Huppert ist, wie immer, eine Offenbarungeine Offenbarung.
    BRIGITTE
    -Ein überraschend unkonventioneller Film.
    CINEMA
    -Zum Reinfühlen und Mitträumen.
    RTV
    -Ein zauberhafter, so schwereloser wie sinnlicher Flaneursfilm durch die Zeiten und durch ein Leben.
    FILMSTARTS.DE
    -Ein atmosphärisches, mituntertraumwandlerisch anmutendes und in der Hauptrolle exzellent gespieltes Porträt, das Schlaglichter auf Leben und Lieben einer faszinierenden Frau wirft.
    FILMDIENST.DE
    -Der französische Regisseur Laurent Larivière zieht das Publikum dieses Dramas mit einer Erzählweise in Bann, die ausgeklügelt zwischen Erinnerungen und Gegenwartsebene pendelt.
    BIANKA PIRINGER, SPIELFILM.DE