• DE/NL 2021
  • 93 Min
  • Regie: Marten Persiel
  • FSK: ab 12 Jahren
  • FBW Prädikat wertvoll
  • Deutsche Synchronisation, Mittwochs: Originalfassung mit deutschen Untertiteln (OmU)
  • offizielle Filmseite

Vorführungen:

  • Di, 18. Oktober 2022 um 19:00 Uhr

Eintritt je Film: 7 Euro / 6 Euro ermäßigt
Kinokarten können per Mail: info@sweetSixteen-kino.de und Telefon: 0231 910 66 23 reserviert werden: Dafür ist es zwingend notwendig den Wunschtermin + Personenanzahl sowie Namen und Rufnummer/Mailadresse zu hinterlassen: Das sweetSixteen-Kino meldet sich zurück und bestätigt die Reservierung. Vorbestellte Karten bitte bis 15 Min. vor Filmbeginn abholen – andernfalls gehen sie in den offenen Verkauf!


Am Dienstag den 10., 18., und 25. Oktober 2022 laden das ÖkoNetzwerk Dortmund e.V. und das sweetSixteen-Kino herzlich ein zu einer neuen Ausgabe von GREEN MOVIES.  Im Anschluss kann mit Mitgliedern des ÖkoNetzwerks und dem Kinoteam ausgiebig diskutiert werden. (Filmgespräche und Bewirtung finden nur zu den „Green Movies“-Terminen statt.)

Die Filmreihe GREEN MOVIES wurde zur Stärkung des ökologischen Bewusstseins in der Bevölkerung vom ÖkoNetzwerk Dortmund e.V. ins Leben gerufen und wird in Kooperation mit dem sweetSixteen-Kino präsentiert.

Das ÖkoNetzwerk Dortmund e.V. ist ein regionaler Zusammenschluss von Betrieben, die ökologische Produkte und Dienstleistungen anbieten. Auch das sweetSixteen-Kino engagiert sich seit seiner Gründung im Bereich der Nachhaltigkeit und Sozialen Verantwortung mit informativen Filmen und vielfältigen Kooperationsveranstaltungen zu diesen Themenbereichen sowie der schrittweisen Umstellung auch auf nachhaltige Produkte. (Mehr Infos zum ÖkoNetzwerk Dortmund e.V. findet ihr auf der Website: https://www.oekonetzwerk-dortmund.de/)

 

DARSTELLER:

Noah Saavedra,  Paul G. Raymond, Jessamine-Bliss Bell, Jacqueline Chan, Vibeke Hastrup, Gert Jan Louwe.


AUS DEM INHALT:

Everything will change erzählt vom abenteuerlichen Road-Trip dreier Freunde, Ben, Fini und Cherry, die im Jahr 2054 eine sterile, betonierte Welt bewohnen. Als sie erfahren, dass ihr Planet einst von reicher, bunter Schönheit geprägt war, machen sie sich auf eine Reise, um Antworten auf ihre immer größer werdenden Fragen zu suchen: “Was ist Giraffe? Und warum sind die Tiere verschwunden, die es mal gab?” In einem geheimnisvollen Schloss treffen die Freunde auf alternde Wissenschaftler*innen und weise Poeten, die Daten und Erinnerungen zum 6. Artensterben in ihrem Archiv sammeln. Die Suche führt in die 2020er Jahre – der letzten, verpassten Chance des Planeten. Die Drei sind fassungslos und hecken einen mutigen Plan aus. Doch ihr Versuch, die Menschheit wach zu rütteln und das Geschehene ungeschehen zu machen, scheitert kläglich. Enttäuscht erkennen sie, dass es in ihrer Welt nichts mehr zu retten gibt. Schließlich folgen sie den rätselhaften Spuren, die ihnen ein uralter Antiquitätenhändler gegeben hatte. So fassen die Freunde einen letzten, waghalsigen Entschluss, der alles ändern wird.

EXPERT:INNEN

  • Prof. Stuart Pimm – Wissenschaftler für Erhaltung der Spezies
  • Joëlle Chesselet – Forscherin, Filmemacherin
  • Prof. Rodolfo Dirzo – Wissenschaftler für die Erhaltung von Spezies
  • Prof. Thomas E. Lovejoy – Biologe
  • Scott Loarie – Doktor der Philosophie, Co-Director von iNaturalist
  • Prof. Dr. Mojib Latif – Meteorologe und Ozeanograph
  • Dr. Cary Fowler – Agraringenieur
  • Wim Wenders – Regisseur, Autor, Fotograf
  • Louie Schwartzberg – Regisseur, Bildgestalter, Producer
  • Markus Imhoof – Autor, Regisseur, Imker
  • Prof. Daniel Pauly – Professor of Fisheries an der University of British Columbia
  • Prof. Ursula K. Heise – Forscherin, Lehrerin

PRESSENOTIZ:

Nach der erfolgreichen Weltpremiere im Wettbewerb des 17. Zurich Film Festivals  und dem Gewinn des Publikumspreises beim diesjährigen Filmfestival Max Ophüls Preis freut sich der Berliner farbfilm verleih, mit der Doku-Fiktion Everything will change von Regisseur Marten Persiel auf den Kinostart. Der Film wird am 14. Juli 2022 bundesweit in die Kinos kommen.

Everything will change erzählt den Road-Trip dreier Antihelden, die im Jahre 2054 auf unglaubliche Weise unseren Planeten retten. Der Film verwebt Zukunftsfabel und wissenschaftliche Fakten zum Artensterben zu einer berührenden Reflektion über das Menschsein. Eindrucksvolle Naturbilder treffen auf futuristische Infrarotaufnahmen und Diskurse mit hochkarätigen Wissenschaftler:innen und Künstler:innen. Getragen von starken Synthesizer-Klängen und fein selektierten Folk-Songs werden wir auf eine Reise durch die Naturgeschichte geschickt, bei der wir unsere eigene Gegenwart neu entdecken: Die 2020er Jahre als Goldene Zeit der Möglichkeiten. Der Film konfrontiert uns mit der unerklärlichen Schönheit der Wildnis und forscht nach unserem Ur-Verhältnis zu ihr. Wo liegt die Wurzel unseres unheilvollen Verhaltens auf dieser Erde?

Nach This ain’t california stößt der neue Film von Marten Persiel abermals mit sprühender Erzählfreude und Poesie das Fenster zu einer ungesehenen Welt auf. „Das Artensterben des frühen 21. Jahrhunderts ist naturgeschichtlich einzigartig. Es wird sich nie wieder in dem Ausmaß wiederholen können – was weg ist, ist weg. Es ist das größte Thema unserer Zeit.“ – Marten Persie

Ein Science-meets-Fiction-Film

Der Film verkörpert eine neue Art des Storytellings, und das trifft sich gut, denn Persiel konnte den Film als Empfänger des Wim Wenders Stipendiums der Film- und Medienstiftung NRW entwickeln, das neuartige Erzählformen fördert. Persiel hat seinen Stoff sechs Jahre lang recherchiert. Er hat einen Film geschaffen hat, in dem eine packende, pointenreiche „Zurück in die Zukunft“-Erzählung auf dokumentarische und archivarische Erkundungen trifft. Hier stößt Wissenschaft im wahrsten Sinne des Wortes auf Fiktion: ein echter Science-Fiction-Film.

Die Geschichte ist verwoben mit spektakulären Naturaufnahmen und Statements von international prominenten Wissenschaftler:innen, Schriftsteller:innen, Philosoph:innen und Aktivist:innen zur ernsten ökologischen Lage der Welt – darunter z.B. der Filmemacher, Schriftsteller und Produzent Wim Wenders selbst, der Meteorologe und Klimaforscher Dr. Mojib Latif, der amerikanisch-britische Biologe und führend in der Erforschung des heutigen Artensterbens, Prof. Stuart Pimm oder die Literaturwissenschaftlerin und UCLA-Professorin für Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung, Ursula K. Heise.

Die Hauptrolle des rebellischen Träumers Ben, der altes Zeug wie Schallplatten sammelt und die Beach Boys verehrt, wird von Noah Saavedra (und morgen die ganze Welt, Egon Schiele) verkörpert. An seiner Seite sind die beiden Nachwuchsdarsteller*innen Paul G Raymond (Black Mirror) und Jessamine-Bliss Bell zu sehen. Der Cast wird unter anderem ergänzt von Prof. Cary Fowler, Prof. Tom Lovejoy sowie Markus Imhoof, die als Expert:innen zu Wort kommen.

Das Production Design für diese fantastische Zeitreise kommt von Sebastian Soukup (My zoe, Palermo shooting, eine dunkle Begierde). Für die Bildgestaltung konnte der Kameramann Felix Leiberg (vom Lokführer, der die Liebe suchte, This ain’t california) und für die Montage die Editor*innen Maxine Goedicke (Oscar-nominierter Dokumentarfilm Salz der Erde, Pina, This ain’t california) und Bobby Good (Manifesto) gewonnen werden.

Persiels Film ist nicht nur ein eindringliches Kinoerlebnis, sondern fungiert auch als Weckruf, als Motivator, um Veränderungen und Diskussionen in Gang zu setzen. Anlässlich des bevorstehenden Kinostarts in Verbindung mit dem internationalen Tag der Artenvielfalt am 22. Mai 2022 plant farbfilm verleih derzeit eine Reihe von Previews mit Gästen und Kooperationspartner:innen auch aus angrenzenden Disziplinen, um den Film gemeinsam zu erleben, zu diskutieren und über Möglichkeiten der Veränderung zu sprechen.

Im Rahmen der „Langen Nacht der Ideen“, die im Juni 2021 vom Auswärtigen Amt, in Zusammenarbeit mit dem Berliner Museum für Naturkunde und dem Thomas Mann Haus organisiert wurde, fand bereits eine virtuelle Podiumsdiskussion mit dem Titel „Narrating Extinction – Everything Will Change“ statt, angelehnt an den Titel von Marten Persiels Film. Podiumsteilnehmer:innen aus Institutionen und Projekten, von Expert:innen der Umwelt-, Meeres- und Klimawissenschaften über Filmemacher:innen, wie Persiel selbst, bis hin zu Aktivist:innen aus Projekten wie Fridays for Future, waren eingeladen, über eines der drängendsten Themen unserer Zeit zu diskutieren, die nicht nur durch die Corona-Pandemie, sondern auch durch ein Massensterben im Tierreich geprägt ist.