Ich war zuhause, aber… (Bundesstart)

ich war zu hause, aber

Vorführungen:

  • Do, 15. August 2019 – So, 18. August 2019 um 17:00 Uhr
  • Di, 20. August 2019 – Mi, 21. August 2019 um 17:00 Uhr
  • Do, 22. August 2019 – So, 25. August 2019 um 18:45 Uhr
  • Di, 27. August 2019 – Mi, 28. August 2019 um 17:00 Uhr

Eine Woche war Astrids dreizehnjähriger Sohn Phillip verschwunden. Nun kehrt er wieder nach Hause zurück, wortlos, ohne Erklärungen, mit verletztem Fuß. Über die Gründe seines Verschwindens können Astrid und Phillips Lehrer nur mutmaßen. Was hat er gesucht, ein Ausgeliefertsein an die Natur, eine Annäherung an den Tod, ausgelöst durch den Tod seines Vaters?

Langsam setzt die Normalität des täglichen Lebens sich wieder in Gang. Phillip probt mit seiner Klasse ein Stück von Shakespeare, Hamlet. Astrid geht ihrem Beruf im Berliner Kunstbetrieb nach, sie kauft ein Fahrrad, sie kümmert sich um Phillip und seine kleine Schwester. Doch sie trägt schwer an der Einsicht, dass ihr Sohn ein eigenes Leben führt, dass ihr Einfluss begrenzt ist. Als sich Philipps Wunde entzündet und er mit einer Blutvergiftung ins Krankenhaus kommt, liegen bei Astrid die Nerven blank. Aber die Kinder wenden sich nicht ab. Das Gefüge der Familie zerfällt, um sich neu zu bilden.

„Verzeihen Sie mir bitte, aber keiner möchte mit seiner Wahrheit allein sein.
Man möchte sie gern teilen, die Wahrheit. Außerdem ist das Quatsch,
eine Meinung kann man teilen, aber eine Meinung ist ja noch keine Wahrheit.
Aber gut.“

Presse

  • „Dieser Film erzählt das Leben auf eine wunderbare Weise. Angela Schanelec inszeniert eine Schule des Sehens, die den Zuschauer in seine Sinnlichkeit zwingt. Maren Eggert – als Mutter von zwei Kindern – ist das Gravitationszentrum des Films, der viele Facetten, Räume, Rätsel hat – und einen Angriff gegen das Falsche. (…) Dieser Film schwebt. Heiter, still, verwegen, zornig, betrübt.“ ARD TAGESSCHAU
  • »Dem Leben zuschauen. Wie es still steht und weitergeht, wie es vom Tod umfangen ist, wie es manchmal leuchtet, mitten im Alltag, wie es komisch wird und banal. Und doch entzieht es sich dem Zugriff, den Bildern, den Künsten. (…) Schanelecs Filme sind nichts für Sinnsucher, sie misstrauen den Welterklärern. Weil das Leben sich nicht erklärt. Man kann nur etwas zeigen davon.« TAGESSPIEGEL