Kaviar (Bundesstart)

Vorführungen:

  • Do, 4. Juli 2019 – So, 7. Juli 2019 um 18:30 Uhr
  • Di, 9. Juli 2019 – Mi, 10. Juli 2019 um 18:45 Uhr
  • Do, 11. Juli 2019 – So, 14. Juli 2019 um 20:30 Uhr
  • Di, 16. Juli 2019 – Mi, 17. Juli 2019 um 18:45 Uhr

Nadja (Margarita Breitkreiz) ist gebürtige Russin und lebt in Wien, wo sie als Dolmetscherin für den Oligarchen Igor (Mikhail Evlanov) arbeitet. Der hat absurd viel Geld und noch absurdere Ideen: Diesmal will er auf einer Brücke im Herzen Wiens seine Villa bauen. Nadja versucht, ihm dieses größenwahnsinnige Vorhaben auszureden, jedoch ohne Erfolg.

Klaus (Georg Friedrich), der umtriebige Ehemann von Nadjas bester Freundin Vera (Darya Nosik), soll mit drei Millionen Euro die richtigen Stellen schmieren, damit das Projekt realisiert werden kann – will sich das große Geld allerdings lieber in die eigene Tasche stecken. Doch dabei hat er die Rechnung ohne Vera und Nadja gemacht. Gemeinsam mit der Babysitterin Teresa (Sabrina Reiter) schmieden sie einen Plan, wie sie die Männer hinters Licht führen und die Millionen abgreifen können. Und so entspinnt sich ein Kampf der Geschlechter um den finanziellen Jackpot.

Regiestatement

Im Kern ist KAVIAR ein Film über Migration und die Überwindung der Einsamkeit, die sie mit sich bringt. Die Hauptfiguren sind Migrantinnen, nicht aber solche, die als Putzfrauen arbeiten, sondern die Kategorie, die sich einredet, an der Gesellschaft teilzuhaben, aber häufig wegen ihrer „Ost-Mentalität“ belächelt wird.

Vieles im Film ist von eigenen Beobachtungen inspiriert, die ich machte, seit ich vor 19 Jahren, ohne ein Wort Deutsch zu können, nach Österreich gekommen bin und mithilfe von „trial & error“ in meiner neuen Umgebung zurechtkommen musste. Sobald man in einem fremden Land lebt, beginnt man unweigerlich mit Landsleuten in Kontakt zu treten, die man in der Heimat möglicherweise nie getroffen hätte; man zieht einander regelrecht magnetisch an. Und man entwickelt eine Affinität zur „eigenen“ Kultur, die man niemals für möglich gehalten hätte. So entstehen Freundschaften, die vieles Trennende überwinden, wie die der drei Frauen in KAVIAR. (Elena Tikhonova)