• DE 2021
  • 82 Min
  • Regie: Christopher Andre Marks
  • FSK: ab 0 Jahren
  • Doku: Originalfassung mit deutschen Voiceover und ggf. Untertiteln
  • offizielle Filmseite

Vorführungen:

  • So, 12. Dezember 2021 um 13:00 Uhr
  • Do, 23. Dezember 2021 um 21:00 Uhr

Sonderveranstaltung in nur zwei Vorstellung!
Regulärer Eintritt.

„Wir waren Außenseiter, aber Außenseiter haben auch ihre Chance. Und damit haben sie nicht gerechnet.“ OTTO REHHAGEL

Im Jahr 2004 erlebten Millionen auf der ganzen Welt voller Staunen eine der größten Überraschungen der Fußballgeschichte: Ein Team, das vor Beginn der Europameisterschaft in sämtlichen Wettbüros als absoluter Außenseiter gehandelt worden war und in einem großen Turnier noch nie ein Spiel gewonnen hatte, besiegte die Favoriten des internationalen Fußballs – und wurde aus dem Nichts heraus Europameister! Architekt dieses beispiellosen Triumphes war der legendäre deutsche Fußballtrainer „König” Otto Rehhagel. Nachdem Rehhagel im eigenen Land alle denkbaren Erfolge erzielt hatte, fasste er den gewagten Beschluss, alles hinter sich zu lassen und Trainer der bis dahin wenig erfolgreichen griechischen Nationalmannschaft zu werden.

Der faszinierende Dokumentarfilm KING OTTO erzählt nun, wie diese beiden gegensätzlichen Kulturen zusammenfanden, um gemeinsam ein modernes Kapitel griechischer Mythologie zu schreiben. Eine bewegende Hommage an die völkerverbindende Kraft des Sports, an Leidenschaft und Selbstvertrauen.

KING OTTO zeigt anhand von Archivaufnahmen und aktuellen Interviews den steinigen Weg der griechischen Fußballnationalmannschaft von ewigen Verlieren zu Helden einer ganzen Nation und welchen Beitrag ihr deutscher Trainer Otto Rehhagel am sensationellen Europameistertitel 2004 hatte. Der Film ist gewürzt mit Anekdoten von und mit Otto Rehhagel, seinem Assistenztrainer und unverzichtbaren Dolmetscher Ioannis Topalidis sowie ehemaligen griechischen Nationalspielern. Fesselnde Archivaufnahmen lassen die EM-Stimmung von 2004 auferstehen und uns den Sommer noch einmal erleben, in dem Fußball-Legenden wie Cristiano Ronaldo, Oliver Kahn, Zinédine Zidane oder David Beckham auf den Pokal verzichten mussten und halb Deutschland dem griechischen Team im Finale die Daumen drückte.

REGIE-STATEMENT
Die griechische Geschichte kennt eine Vielzahl von Mythen, in denen Helden sich auf herausfordernde Reisen begeben und scheinbar unüberwindbaren Hindernissen die Stirn bieten. Im Allgemeinen spielen sich diese Geschichten im Griechenland der Antike ab, aber bei der EM 2004 fügte die griechische Fußballnationalmannschaft mit ihrem deutschen Trainer Otto Rehhagel ihr eigenes Kapitel zur griechischen Mythologie hinzu.

Zu meinem Erstaunen hatte noch nie jemand einen Film über dieses Ereignis gemacht, das tatsächlich zu den größten Sensationen der Sportgeschichte gehört. Erst nachdem ich jahrelang mit der Story gelebt und den Film fertiggestellt hatte, begann ich, die Gründe hierfür zu verstehen. In den Herausforderungen beim Zustandekommen des Films spiegelten sich die Hindernisse, die Otto Rehhagel und das griechische Team 17 Jahre vorher bei ihrer eigenen Odyssee überwinden mussten. Da in der Story zwei sehr unterschiedliche Kulturen und zwei völlig verschiedene Sprachen eine Rolle spielen, war es keine leichte Aufgabe, ein gutes Gleichgewicht in der Darstellung zu finden. Bereits zu Beginn des Projekts war klar, dass zu unserem Produktionsteam nicht nur Menschen gehören mussten, die Griechisch und Deutsch sprechen, sondern auch Mitarbeiter mit neutraler Perspektive, um das nötige Gleichgewicht zu wahren und die Geschichte
möglichst authentisch erzählen zu können.

Angesichts meiner eigenen griechischen Wurzeln war mir klar, dass ein Gegengewicht zu meinem angeborenen patriotischen Stolz bei der Präsentation griechischer Geschichten notwendig war. Deshalb entschied ich mich schon früh für die Zusammenarbeit mit einer britischen Produzentin, die ohne jegliche griechische Voreingenommenheit an den Film heranging. Zum Team gehörten darüber hinaus deutsche und amerikanische Film-Editoren, die für einen effektiven Erzählmodus ohne kulturelle Beeinflussung sorgten, sowie ein griechisches Aufnahmeteam. Somit ist der Film das Resultat einer internationalen Zusammenarbeit von Menschen aus London, Athen, München und New York.

Da die Welt heutzutage den Blick anscheinend stärker auf die Dinge richtet, die uns trennen, wollte ich jetzt diese inspirierende Geschichte über kulturelle Zusammenarbeit und den Triumph des Geistes erzählen, denn gerade in der heutigen Zeit brauchen wir solche positiven Geschichten voller Hoffnung und Verbundenheit. Otto Rehhagel und die griechische Mannschaft haben bewiesen, dass der einzige Weg zu wahrer Größe darin besteht, Unterschiede zu respektieren und Möglichkeiten zur Zusammenarbeit zu finden.