Krautrock 1 (Doku) (Bundesstart)

  • zzgl. Überlängenzuschlag
  • USA 2019
  • 129 Min
  • Regie: Adele Schmidt und José Zegarra Holder
  • FSK: ab 0 Jahren
  • Doku: Originalfassung mit deutschen Voiceover und ggf. Untertiteln
  • offizielle Filmseite
krautrock 1

Vorführungen:

  • Do, 18. Juni 2020 – So, 21. Juni 2020 um 17:00 Uhr
  • Di, 23. Juni 2020 – So, 28. Juni 2020 um 19:00 Uhr
  • Di, 30. Juni 2020 um 17:00 Uhr
  • Mi, 1. Juli 2020 um 17:00 Uhr

KRAUTROCK 1 lässt Mitglieder prägender Bands wie CAN, KRAFTWERK, KRAUTWERK, NEU!, FAUST und FLOH DE COLOGNE die Geschichten ihrer Bands und damit die Entwicklung ihrer Musik erzählen.

Ende der 1960er Jahre bis in die erste Hälfte der 1970er Jahre entkamen einige westdeutsche Musiker der Drei-Minuten-Zwangsjacke der englischen und amerikanischen Popsongs. Diese Bewegung – eine ganze Familie von psychedelischen, elektronischen, Folk- und Rock-Stilen, die ohne eine geplante Radioverwertung entstanden – wurde weltweit als „Krautrock“ bekannt. Die bahnbrechenden Bands nahmen die Energie des Rock’n’Roll und verliehen ihr eine fortschrittliche und revolutionäre Form. Die Krautrock Musiker gaben sich und ihrer Musik im Studio und auf der Bühne Raum und Zeit, um sie in langen Sessions zu entwickeln und wirken zu lassen.

Vor allem Anfang der 70’er Jahre wurden Krautrockbands wie Can oder Kraftwerk berühmt, weil sie beeindruckende Live-Bands waren. Das Publikum hatte bei jedem Auftritt das Gefühl bei der Entstehung von etwas Neuem dabei zu sein. In den kreativen Freiräumen, die sich die Krautrock Musiker eröffneten machten die Musiker und ihr Publikum Entdeckungen, die auch heute noch inspirieren.

Viele der Musiker kamen aus der Klassik oder dem Jazz und waren bereits professionelle Musiker, als sie anfingen neue Wege zu gehen, die man in der Rückschau „Krautrock“ nennen sollte. Fast alle zeichneten sich durch einen ungeheuren Anspruch an sich selbst, an ihre Musik und an die von ihnen gelebte Musikkultur aus.

Die Krautrockmusiker waren Weltreisende im Wortsinn wie Malcolm Mooney oder Damo Suzuki, und im übertragenen Sinne, weil ihre Musik für Inspirationen aus der ganzen Welt offen war. Durch die Suche nach immer neuen Sounds entstand eine ganz neue Kultur im Zusammenspiel einzelner Musiker. Aber auch in der Entwicklung der Studiotechnik, der Instrumententechnik durch elektronische Veränderung der Sounds, bis zur Entwicklung einer rein elektronischen Musik und einer programmierbaren Musik kam es zu bahnbrechenden Veränderungen. Studio-Produzenten wie Connie Plank hatten einen maßgeblichen Anteil an der neuen Musik aus Deutschland.

Interviews mit:
Irmin Schmidt (CAN), Jaki Liebezeit (CAN), Malcolm Mooney (CAN), Damo Suzuki (CAN, DAMO SUZUKI NETWORK), Theo König (FLOH DE COLOGNE), Dieter Klemm (FLOH DE COLOGNE), Vridolin Enxing (FLOH DE COLOGNE), Wolfgang Flür (SPIRITS OF SOUND, KRAFTWERK), Michael Rother (SPIRITS OF SOUND, KRAFTWERK, NEU!, HARMONIA), Eberhard Kranemann (KRAFTWERK, KRAUTWERK), Harald Grosskopf (ASHRA, KRAUTWERK), , Hans Lampe (LA DÜSSELDORF), Miki Yui (JAPANDORF), Werner “Zappi” Diermaier (FAUST, faUSt), Jean-Hervé Péron (FAUST, faUSt)

  • „Es war damals eine fürchterlich kleinbürgerliche Gesellschaft. Aus der wollten wir alle raus.“ Dick Städtler (FLOH DE COLOGNE)