Mutter (Bundesstart)

  • Vorführungen:

    • Do, 29. September 2022 – Fr, 30. September 2022 um 17:00 Uhr

    DARSTELLER:
    Anke Engelke


    SYNOPSIS:
    Der Film MUTTER widmet sich dem komplexen und ideologisch aufgeladenen Thema ‚Mutterschaft‘.
    Die Grundlage für das Projekt ist dokumentarischer Natur, gesammelte Zeugnisse von acht Frauen zwischen 30 und 75, die zu ihrem Leben und Muttersein befragt wurden.
    Alle der Frauen sind gerne Mütter geworden und empfinden es als großes Glück, Kinder bekommen zu haben. Was das Thema für einen Film interessant macht, ist die Erkenntnis aller erzählenden Frauen, dass Mutterschaft auch unter positiven, wenn nicht privilegierten Voraussetzungen ein höchst ambivalentes Phänomen darstellt.

     

    So individuell die Geschichten der Frauen, so wiederkehrend die Aspekte der Überforderung, des Zweifelns, des Widerstreits von Sorge um sich selbst und Sorge für die Kinder – trotz materieller Sicherheit, psychischer und physischer Gesundheit, gesellschaftlicher Anerkennung und dergleichen.

    Für die filmische Umsetzung werden die Dokumente nicht direkt, sondern mithilfe einer fiktiven Figur präsentiert. Die Originalstimmen werden beibehalten, jedoch von den Körpern und somit ‚Ansichten‘ der einzelnen Frauen getrennt. Eine Schauspielerin übernimmt und integriert die Berichte in die lakonische Erzählung eines Frauenalltags. Sie geht einkaufen, sie kümmert sich um den Haushalt, sie hat Freizeit und sie arbeitet. Sie ist Schauspielerin und übt ihren Text, probt ihn und führt ihn schließlich auf. Der Monolog führt mit der Frau mal im ON, mal in OFF durch alle Szenerien.

    Damit thematisiert der Film selbstbewusst auch die Ebene der ‚Verkörperung‘ seines Themas – denn es geht eben nicht um die Darstellung von Einzelschicksalen, die an ihre Erzählerinnen gebunden sind und in deren Betrachtung auch sogleich wieder relativiert werden können. Ziel ist es, das Publikum in die Lage zu versetzen, sich dem Thema als allgemeinem Phänomen zu öffnen: Es darf der Schauspielerin durch ihren Alltag folgen und das, was sie erzählt, auf ihre jeweiligen Handlungen beziehen – oder aber die fehlende Kongruenz zwischen Bericht und Berichterstatterin nutzen für eigene, abweichende Assoziationen.


    PRESSE:

    https://www.br.de/mediathek/video/anke-engelke-und-mutter-dasein-das-filmfest-muenchen-tagebuch-ausgabe-3-av:62bda44e0de4620009ba1d25


    -Eine Verschmelzung von Dokumentation und bester Schauspielkunst. Volltreffer!
    ttt – titel thesen temperamente

    https://www.daserste.de/information/wissen-kultur/ttt/videos/ttt-18092022-mutter-video-100.html