• Freier Eintritt
  • mit Filmgästen und Gespräch
  • I/USA/FR 2018
  • 123 Min
  • Regie: Roberto Minervini
  • schwarz/weiß
  • FSK: ab 12 Jahren
  • Doku: Originalfassung mit deutschen Voiceover und ggf. Untertiteln
  • offizielle Filmseite
what you gonna do when the world is on fire

Vorführungen:

  • Mi, 5. August 2020 um 19:00 Uhr
  • Mo, 10. August 2020 um 19:00 Uhr
  • Mo, 17. August 2020 um 19:00 Uhr
  • Mo, 24. August 2020 um 19:00 Uhr

In Kooperation zeigen die GRÜNEN Dortmund und AfricanTide Union e.V. am Mittwoch, 5. August um 19 Uhr den Film „What you gonna do when the world´s on fire?“ im sweetSixteen-Kino.

Nach dem Film ist noch Zeit für einen kurzen gemeinsamen Austausch zur Thematik.

Der Eintritt ist frei, Getränke und Snacks können vor Ort gekauft werden, eine Voranmeldung zur Teilnahme ist notwendig unter: info@gruene-dortmund.de mit Namen und Anschrift.


An allen anderen Spieltagen außer am 5. August gibt’s leider keine Kooperation und wir nehmen regulären Eintritt


Ein Thema, das aktueller nicht sein könnte. Sowohl in den USA als auch in Deutschland macht die #BlackLivesMatter-Bewegung auf alltäglichen Rassismus aufmerksam, der auch vor rassistischer Polizeigewalt nicht Halt macht. Tausende von Menschen demonstrieren in dafür, dass dieser Missstand innerhalb der Weißen Mehrheitsgesellschaft sowohl anerkannt als auch bekämpft wird. Hierfür ist es notwendig das „Happyland“, wie Tupoka Ogette den Zustand vor rassismuskritischem Denken bezeichnet, zu verlassen. Dies geschieht, indem aktiv die Auseinandersetzung mit Rassismus in seinem Facettenreichtum initiiert wird.


Filminfos

Junge Afro-Amerikaner*innen werden überproportional häufig Opfer von tödlicher Polizeigewalt. So auch im südlichen US-Bundesstaat Louisiana, aber hier haben sie noch einen weiteren Feind: der Ku-Klux-Klan ist auch im 21. Jahrhundert noch aktiv und terrorisiert die Schwarzen Communities. Als Regisseur Roberto Minervini Louisiana bereiste um dort eigentlich eine Dokumentation über die Musik der 1930er Jahre zu drehen, verwarf er angesichts der omnipräsenten Gewalt gegen Schwarze seine ursprünglichen Pläne. So fokussierte er sich für WHAT YOU GONNA DO WHEN THE WORLD IS ON FIRE? auf einige Protagonist*innen, die er in intimen Schwarz-Weiß-Bildern zeigt. Er trifft beispielsweise die Barbesitzerin Judy Hill, die durch ihre Lebenserfahrungen ihre Rolle als Schwarze Frau in der US-Gesellschaft reflektiert. Er zeigt die New Black Panther Party For Self-Defense in New Orleans, die versucht, die Nachbarschaft für Protestaktionen zu mobilisieren und praktische soziale Hilfe anzubieten. Und er verbringt Zeit mit dem 14-jährigen Ronaldo, der seinen jüngeren Bruder Titus auf das Leben vorbereitet – inklusive Boxunterricht und Lektionen darüber, was es bedeutet, Schwarz zu sein. Eindringliche Portraits, die sich zu einem Bild verdichten, welche Menschen hinter der Forderung #blacklivesmatter stehen und wie ihr alltäglicher Kampf gegen den Rassismus aussieht.

Pressestimmen

  • „Minervini kommt den Geschehnissen unglaublich nah. So nah, dass man sich fragt, wie viel Zeit er dort verbracht haben muss, um derartiges Vertrauen zu gewinnen.“ Kathrin Doerksen, kino-zeit.de
  • „Diesen Film ein Portrait kollektiver Widerständigkeit zu nennen ist richtig, aber diese Beschreibung wird seinem Reichtum an humanistischen und historischen Dimensionen nicht gerecht.“ New York Times
  • „Roberto Minervini ist ein Magier! Es ist schier unglaublich, wie er die Distanz zwischen der Kamera und den Menschen, die er zeigt, aufhebt.“ Cinema Scope
  • „Ein Weckruf, sich der harten Realität des Rassismus bewußt zu werden.“ Little White Lies