Speer goes to Hollywood (Doku) (Bundesstart)

Vorführungen:

  • Fr, 12. November 2021 – So, 14. November 2021 um 17:00 Uhr
  • Mi, 17. November 2021 um 21:00 Uhr

Über Albert Speer

Albert Speer wurde 1905 als Sohn wohlhabender Eltern in Mannheim geboren. Er studierte Architektur und trat 1931 der NSDAP bei. Bereits ab 1932 bedachte ihn die Partei mit ersten Bauaufträgen. So gestaltete er das Gauhaus in der Voßstraße für die Zwecke der NSDAP um, richtete das Aufmarschgelände auf dem Tempelhofer Feld für einen der ersten NS-Massenaufmärsche am 1. Mai 1933 propagandistisch her und modernisierte Goebbels Dienstwohnung in der Königgrätzer Straße. Ab 1934 entwarf er für die Reichsparteitage in Nürnberg Monumentalbauten, die aber kriegsbedingt nur teilweise realisiert wurden. Ab 1937 sollte Speer als Generalbauinspektor Berlin zur Welthauptstadt „Germania“ umgestalten. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere wurde er 1942 zum Reichsminister für Bewaffnung und Munition befördert. Obwohl er eigentlich keine fachlichen Erfahrungen auf diesem Feld hatte, war Hitler überzeugt von Speer und dessen Organisationsfähigkeiten. Speer rückte damit endgültig in den engsten Führungskreis des Dritten Reichs auf.

In dieser Funktion war Speer dafür zuständig, die deutsche Kriegswirtschaft aufrecht zu erhalten. Dies war nur mit geschätzt 12 Millionen Zwangsarbeitern möglich, die unter brutalsten Bedingungen in den Rüstungsfabriken arbeiten mussten – eine Tatsache, über die später jahrzehntelang kaum gesprochen wurde. Die vorsichtigsten Schätzungen gehen davon aus, dass mindestens ein Drittel der Zwangsarbeiter starb.

Beim Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher war er einer der prominentesten Angeklagten. Nach einer Debatte zwischen den Richtern, die zwei Tage lang andauerte – länger als bei jedem anderen Angeklagten –, fällte das Gericht sein Urteil: Am 1. Oktober 1946 wurde Speer zu 20 Jahren Haft verurteilt. Er entging damit nur knapp der Todesstrafe. 1959 begann Sperr, im Kriegsverbrechergefängnis Spandau seine Kriegserinnerungen aufzuschreiben. Gefängniswärter schmuggelten die Aufzeichnungen nach draußen. Als er 1966 aus der Haft entlassen wurde, war sein Manuskript bereits weit vorangeschritten.

Das Buch wurde 1969 unter dem Titel „Erinnerungen“ veröffentlicht und sofort zum Bestseller: Innerhalb von zwei Jahren verkaufte es sich über eine Million Mal und wurde in 14 Sprachen übersetzt. Für Speer – der von sich selbst sagte: „Hätte Hitler einen Freund gehabt, so wäre ich es gewesen“ – war es der Beginn einer perfiden Rehabilitation.

Pressestimmen

-„Die Wahrheit kommt endlich zum Vorschein – und zertrümmert das Bild des ‚guten Nazis‘, an dem Speer so hart gearbeitet hat!“ (Haaretz)

-„Ein schockierender und abgründig faszinierender Film über einen Mann, der etwas tut, was auch heute noch höchst aktuell ist: Fake News erfinden und verbreiten!“ (Screen International)

-„Ein bemerkenswerter, ja ausgezeichneter Film, unaufgeregt und eindringlich. Was diesen Film so bedeutsam macht und der Auseinandersetzung mit Speer etwas Neues hinzufügt: Die Zuschauerinnen und Zuschauer werden Zeugen, wie er an seinem Mythos arbeitet.“ (Zeitgeschichte Online)

Am Sonntag, 14.11. 2021 findet der European Arthouse Cinema Day statt: Sechster EUROPÄISCHER KINOTAG!
Wir feiern den European Arthouse Cinema Day und ermöglichen am 14. November ermäßigten Eintritt für „Speer goes to Hollywood“.