Stranger than Fiction – 24. Dokumentarfilmfestival: We are all Detroit – Vom Bleiben und Verschwinden

  • DE 2021
  • 118 Min
  • Regie: Ulrike Franke und Michael Loeken
  • FSK: keine Angabe
  • FBW Prädikat besonders wertvoll
  • Originalfassung mit deutschen Untertiteln (OmU)
  • offizielle Filmseite

Vorführungen:

  • Sa, 29. Januar 2022 um 19:00 Uhr

STF – Alle Termine im Überblick:

29.1. 19h We are all Detroit – Vom Bleiben und Verschwinden

30.1. Matinee 13h La Cen

30.1. 17h Garderie Nocturne

31.1. 19h The good Soldiers (aka Silence Breakers)

1.2. 17h Monobloc

3.2. 17h The first 54 years

5.2. 17h Bloody nose, empty pockets


Das Dokumentarfilmfest STRANGER THAN FICTION präsentiert einmal im Jahr neue nationale und internationale Dokumentarfilme in NRW, die einen Querschnitt aus dem heutigen Dokumentarfilmschaffen bieten. Präsentiert werden dabei vor allem Produktionen, die den Rahmen und die Form des konventionellen Dokumentarfilms sprengen und die eine neue oder ungewöhnliche Vermittlung ihrer Inhalte bieten. Einige dieser Filme haben große Aufmerksamkeit auf nationalen und internationalen Festivals erhalten, andere sind inhaltlich wie auch von ihrem Produktionsverlauf regional verortet. Die meisten dieser Dokumentarfilme werden in Deutschland keine gängige Kinoauswertung erhalten, die Präsentation im Festival wird häufig nicht nur die erste, sondern auch die einzige Vorführung in Dortmund und NRW sein.
Neben der seit Beginn bestehenden Sektion für den „Dokumentarfilm International“ hat sich seit einigen Jahren als zweite Sektion der regionale Schwerpunkt etablieren lassen. Es ist uns gelungen, diese Sektion „Dokumentarfilme aus NRW“ weiter auszubauen. Es wurden vermehrt Premieren von Dokumentarfilmen präsentiert, die thematisch eng mit Nordrhein-Westfalen verbunden sind und dann sowohl in Dortmund als auch in anderen NRW-Städten zur Vorführung gebracht werden. Dazu gibt es verstärkt die Möglichkeit zum direkten Gespräch mit den Filmemachern, die aufgrund der räumlichen Nähe zu den Aufführungsorten bei den Vorstellungen zu Gast sein werden.

WE ARE ALL DETROIT – VOM BLEIBEN UND VERSCHWINDEN

Ulrike Franke und Michael Loeken werfen immer wieder genaue und emphatische Blicke auf ihre Protagonisten. In ihrem neuesten Film beleuchten sie die Parallelen zwischen zwei Städten auf verschiedenen Kontinenten: Bochum im Ruhrgebiet und Detroit im Rust Belt der USA. Beide Städte wurden von der Autoindustrie geprägt. Und sowohl der Beginn als auch das Ende der Autoindustrie in Bochum wurden in Detroit besiegelt. Hier wie da sind die Menschen nach dem Ende des Industriezeitalters auf der Suche nach einer neuen Identität.
Die Zuschauer lernen sowohl die Bewohner der beiden Städte kennen, deren Lebensrealität von den Entwicklungen bestimmt wird, als auch die Planer, Wissenschaftler und Politiker, die alle große Versprechungen für eine mehr als ungewisse Zukunft verkünden. Trotz aller Unterschiede verbindet die Menschen in Bochum wie in Detroit das Verlangen nach einem würdevollen und glücklichen Leben, und die filmische Reise durch die beiden Städte wird zu einer Reise in die Herzen ihrer Menschen. Hauptpreis beim Kinofest Lünen 2021