System Error – Wie endet der Kapitalismus? (Doku) + Regisseur

  • DE 2018
  • Doku: Originalfassung mit deutschen Voiceover und ggf. Untertiteln
  • Regie: Florian Opitz
  • 97 Min
  • FSK: ab 0 Jahren
  • offizielle Filmseite
system error

Vorführungen:

  • Fr, 15. November 2019 um 20:30 Uhr

Vorstellung am Freitag, 15. November um 20:30h in Anwesenheit des Regisseurs, Moderation Jens Elmer (Oikocredit, Münster).
Veranstalter: Oikocredit Westdeutscher Förderkreis. Mitveranstalter: IZ3W Dortmund.

Regulärer Eintritt.

Mit der Diskussion um Klimaschutz und den Fridays-for-Future-Demonstrationen wird auch unser Konzept vom stetigen Wirtschaftswachstum zunehmend hinterfragt. Wir zeigen den wachstums- und kapitalismuskritischen Dokumentarfilm „System Error – Wie endet der Kapitalismus?“, der 2018 den Deutschen Dokumentarfilmpreis erhielt. Der Film porträtiert Hedgefondsmanager, Investoren und Großgrundbesitzer aus Amazonien wie auch Kritiker des wachstumsgläubigen Finanzsystems.
System Error macht die Absurdität des Systems auf beklemmende Weise spürbar und stellt die scheinbar unumstößlichen Spielregeln des Großen und Ganzen in Frage.
Regisseur Florian Opitz wird nach der Filmvorführung für Fragen zur Verfügung stehen und mit den Zuschauer*innen über aktuelle Entwicklungen und Alternativen zum bestehenden Finanzsystem diskutieren.

Der Film

Es ist verrückt: Wir sehen die schwindenden Regenwälder und Gletscher, wissen um die Endlichkeit der Natur und sind dennoch wie besessen vom Wirtschaftswachstum. Warum treiben wir das Wachstum immer weiter, obwohl wir wissen, dass man auf unserem endlichen Planeten nicht unendlich wachsen kann?

SYSTEM ERROR sucht Antworten auf diesen großen Widerspruch unserer Zeit und macht begreifbar, warum trotzdem alles so weiter geht wie gehabt. Der Film zeigt die Welt aus der Perspektive von Menschen, die von den Möglichkeiten des Kapitalismus fasziniert sind. Ob europäische Finanzstrategen, amerikanische Hedgefondsmanager oder brasilianische Fleischproduzenten: Eine Welt ohne eine expandierende Wirtschaft können, dürfen oder wollen sie sich gar nicht erst vorstellen.

SYSTEM ERROR beleuchtet bisher häufig verborgen gebliebene Zusammenhänge und legt die selbstzerstörerischen Zwänge des Systems offen – einem System, an dem wir alle teilhaben, als Beschäftigte, Anleger oder Konsumenten. Denn der Kapitalismus durchdringt unaufhörlich immer mehr Lebensbereiche, verschlingt die Natur und gräbt sich am Ende selbst das Wasser ab – so wie es Karl Marx schon vor 150 Jahren prophezeit hat.

Die Frage ist: Sind wir tatsächlich bereit für den Kapitalismus alles zu opfern?

Hintergrund

Regisseur Florian Opitz (SPEED – Auf der Suche nach der verlorenen Zeit, DER GROSSE AUSVERKAUF, AKTE D), der mit seinen preisgekrönten Dokumentarfilmen gesellschaftlich viel diskutierte Phänomene unserer Zeit aufgreift, taucht mit SYSTEM ERROR ein in die Welt des real existierenden Kapitalismus. Er betrachtet diese aus der Perspektive der „Kapitalisten“, die das große Wachstumsrad mit fast religiösem Eifer immer weiter antreiben und Wirtschaftswachstum quasi für ein Naturgesetz halten.

Der zweifache Grimme-Preisträger (Akte D, SPEED – auf der Suche nach der verlorenen Zeit) trifft dabei auf so unterschiedliche „Player” wie den Hedgefonds- und Ex-Berater Donald Trumps Anthony Scaramucci, den chinesischen Airbus Präsidenten Eric Chen, den Chefinvestor der Allianz Andreas Gruber, Carlos Capeletti, den größten Hühnerproduzenten Brasiliens und Tim Jackson, Ökonom und Wachstumskritiker. SYSTEM ERROR macht die Absurdität des Systems auf beklemmende Weise spürbar und stellt die scheinbar unumstößlichen Spielregeln des Großen und Ganzen in Frage.

Florian OpitzRegisseur Florian Opitz

Florian Opitz (geb. 1973) ist Filmemacher, Autor und Journalist und hat an den Universitäten Heidelberg und Köln Jura, Geschichte, Psychologie sowie englische und amerikanische Literaturwissenschaften studiert.

Seit 1998 hat Opitz zahlreiche preisgekrönte Dokumentationen und Dokumentarfilme für verschiedene europäische Sender und das Kino gedreht. Er gibt an einigen Hochschulen Seminare zum Thema Dokumentarfilm. Für sein erfolgreiches Kinodebüt DER GROSSE AUSVERKAUF wurde er 2009 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Opitz zweiter Kinofilm SPEED. Auf der Suche nach der verlorenen Zeit war 2012 einer der erfolgreichsten Dokumentarfilme im Kino. Das gleichnamige Buch wurde im gleichen Jahr beim Goldmann Verlag veröffentlicht. 2015 wurde Opitz für seine TV-Dokumentation Akte D – Die Macht der Stromkonzerne erneut mit dem Grimme-Preis für Buch und Regie ausgezeichnet. Opitz’ dritter Kinofilm SYSTEM ERROR kommt 2018 bundesweit in die Kinos.

(Foto: Florian Optiz, mit freundlicher Genehmigung der Veranstalter)


Veranstalter: Oikocredit Westdeutscher Förderkreis. Mitveranstalter: IZ3W Dortmund.

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