reihe: system failure

Der illegale Film – Wem gehören die Bilder der Welt?

Vorführungen:

  • Do, 18. April 2019 – Mi, 24. April 2019 um 17:00 Uhr
  • Do, 25. April 2019 – So, 28. April 2019 um 20:45 Uhr
  • Di, 30. April 2019 – Mi, 1. Mai 2019 um 17:00 Uhr

Mein Haus. Ihr Auto. Unsere Straße. Klare Sache: Eigentum. Aber wem gehört eigentlich das Foto von meinem Haus? Die Farbe Ihres Autos? Das Bild unserer Straße? Kann man einen Anblick besitzen? Wem gehört ein Foto — dem der drauf ist? Oder dem, der es gemacht hat? Und wer vermarktet all die Bilder, auf denen Sie selbst zu sehen sind?

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Mir ist es egal, wenn wir als Barbaren in die Geschichte eingehen (mittwochs: OmU)

Vorführungen:

  • Do, 30. Mai 2019 – Fr, 31. Mai 2019 um 20:45 Uhr
  • Sa, 1. Juni 2019 – So, 2. Juni 2019 um 20:30 Uhr
  • Di, 4. Juni 2019 – Mi, 5. Juni 2019 um 20:30 Uhr

Die junge Regisseurin Mariana Marin plant eine groß angelegte, radikale Theateraufführung zu Rumäniens Beteiligung am Holocaust. Unter General Antonescu wurde der massive Antisemitismus in der rumänischen Gesellschaft zur offiziellen Vernichtungspolitik erklärt, seine Rolle und die seiner Regierung im Zweiten Weltkrieg wird aber bis heute glorifiziert. Vom damaligen Massenmord will niemand mehr etwas wissen. Radu Judes neuer Spielfilm findet einen ganz eigenen Ton für ein schwieriges Thema: die selektive Erinnerungspolitik im heutigen Europa. Zwischen Realität und Fiktion, zwischen dem Blick in moralische Abgründe und einer ironischen Leichtigkeit gelingt ihm eine facettenreiche Reflexion über Geschichtsvergessenheit. Ein Film, der auch das Scheitern von politischer Kunst thematisiert – und dabei als politisches Kunstwerk brilliert. Meisterwerk!

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Vorführungen:

  • Do, 9. Mai 2019 – Sa, 11. Mai 2019 um 20:15 Uhr
  • Di, 14. Mai 2019 – So, 19. Mai 2019 um 20:00 Uhr
  • So, 26. Mai 2019 um 19:00 Uhr
  • Di, 28. Mai 2019 – Mi, 29. Mai 2019 um 18:30 Uhr

Mit seinem etwas anderen Familienalbum „Ray‘s a Laugh“ (1996) wurde der britische Fotograf Richard Billingham berühmt. Jetzt kehrt er mit seinem Kinodebüt Ray & Liz nur leicht fiktionalisierend zurück in die Bild- und Figurenwelt seines größten Erfolges: zurück zu seinen Eltern, seinem Alkoholikervater Ray und seiner übergewichtigen Mutter, die in einer verwahrlosten Wohnung in den West Midlands mit ihren beiden Kindern während der Ära Margaret Thatchers hausen. Der Alltag in der britischen Unterschicht ist hart und auch nicht herzlich, aber doch lässt Billingham einen grimmigen Humor in der Trostlosigkeit durchscheinen und eine zärtliche Empathie besonders für Ray, der sich mit stoischer Disziplin durch den Tag säuft. Wem Ken Loach zu versöhnlich ist, der sollte an diesem schonungslosen und brillant gefilmten Porträt britischen Subproletariats seine Freude haben.

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