Januar bis Juni 2026 jeden 4. Freitag um 19:00 Uhr
professionelle Erzählkunst vor der Leinwand und einer kleinen Selektion an Kurzfilmen in den Pausen – live mit André Wülfing.
Shamrock – Stories von der grünen Insel
Der Erzähler wird in seinem beliebten irischen Programm begleitet von Songs und Tunes des gleich feinfühligen wie virtuosen Folk-Musiker Frank Dettke aus Bochum. Ein bisschen skurril sind sie immer, Wülfings Geschichten, Anekdoten und Legenden aus dem grünen Irland – und eine wilde Schar original keltischer Typen wird lebendig!
Eintritt frei.
Um Spenden für das Dortmund/Bochumer
Wohnungslosen-Projekt BODO wird gebeten.
FUTURE COUNCIL – KOMM AN BORD ist ein kraftvolles Plädoyer für Generationengerechtigkeit und ein Roadmovie, das Mut macht, die Welt mit neuen Augen zu sehen.
Was passiert, wenn die Architekten der Zukunft die Verantwortlichen von heute zur Rede stellen? In seinem neuesten Dokumentarfilm FUTURE COUNCIL – KOMM AN BORD wählt Regisseur Damon Gameau (2040, VOLL In FUTURE COUNCIL – KOMM AN BORD lädt Regisseur Damon Gameau (2040, VOLL VERZUCKERT) acht engagierte Kinder und Jugendliche aus der ganzen Welt ein, mit ihm in einem gelben Schulbus quer durch Europa zu reisen. Ihr Ziel: Die Zentralen der mächtigsten Konzerne der Welt – von globalen Energiekonzernen bis hin zu Lebensmittelgiganten. In diesem „Rat der Zukunft“ nehmen die jungen Menschen kein Blatt vor den Mund und konfrontieren CEOs und Spitzenmanager direkt mit der Frage, wie sie die Welt hinterlassen wollen. Ein inspirierender, humorvoller und tief berührender Dokumentarfilm, der zeigt, was passiert, wenn die nächste Generation nicht mehr nur vor der Tür protestiert, sondern direkt im Konferenzraum Platz nimmt.
Eine internationale Task Force exzentrischer Ornithologen setzt alle Hebel in
Bewegung, um ihren Schützling – den Spoon-billed Sandpiper – vor dem aussterben
zu bewahren. Dabei wird die wissenschaftliche Zusammenarbeit zu einer politischen
und diplomatischen Herausforderung.
„Spoonie“, der Löffelstrandläufer, wäre ohne Dr. Christoph Zöckler und eine eingeschworene internationale Gruppe von Ornithologen längst ausgestorben. Als wäre das nicht an sich schon schlimm genug, verläuft die Flugroute des spatzengroßen Watvogels, mit dem sonderbaren Löffelschnabel, von Russland über Nordkorea, China bis nach Myanmar und führt so durch die Krisenregionen des letzten Jahrzehnts. Die Arbeit der Task Force wird unversehens zu einer politischen Herausforderung und einem diplomatischen Balanceakt zwischen Russen, Deutschen, Chinesen, Engländern und weiteren Mitgliedern des Flyway.
Während ein ambitionierter Zuchtversuch in England zu scheitern droht, erreicht der Spoonbilled Sandpiper, in China ungeahnte Popularität. Von seine Fans liebevoll als „Spoonie“ bezeichnet, wird er zum Poster-Boy einer erwachenden chinesischen Umweltbewegung. Doch während seine Bekanntheit ständig wächst, nimmt die Zahl der real existierenden Vögel, trotz weltweiter Bemühungen, weiterhin dramatisch ab. So diskutieren die exzentrischen Vogelliebhaber ob es noch ein, zwei oder, wie Optimisten meinen, dreihundert brütende Paare auf der Welt gibt.
Und so spiegelt sich in der Tragikkomödie über Spoonies Schicksal der Kampf um die bedrohte Vielfalt, in einer zerbrechlich gewordenen Welt.
Darsteller*innen: Bella Lochmann, Pola Geiger, Rio Kirchner
NULPEN zeigt eine junge Generation, die versucht, zwischen Freiheitsdrang und gesellschaftlichem Verantwortungsdruck zu navigieren. In einer Welt voller Ungewissheiten – geprägt von Klimakrise und wachsender Resignation – wird ihre Sehnsucht nach Leichtigkeit spürbar.
Die beiden Freundinnen Ramona und Nico sind gerade mit der Schule fertig und lassen sich vom Berliner Sommer treiben. Als sie nach einem Streich mit einer Zwille auch noch den seltenen Vogel des Nachbarn freilassen und Ramonas kleiner Bruder Noah bei einer Klimademo verloren geht, beginnen sie davonzulaufen. Widerwillig in einer politisch aufgeladenen Welt, die Haltung von ihnen verlangt, begegnen sie Momenten stiller Poesie und gesellschaftlicher Reibung. Auf der Suche nach dem freigelassenen Vogel und dem kleinen Bruder ringen sie um ihre Freundschaft, den Glauben an sich selbst und stolpern unerwartet in andere hoffnungsgebende Lebensgeschichten.
Mit dem Tod ihrer Mutter reißt es LORE (25) den Boden unter den Füßen weg. Während ihr Inneres in einen nie dagewesen Ausnahmezustand fällt, gerät auch die Außenwelt aus den Fugen. Die Corona-Pandemie bricht aus, und ein Nebel aus Isolation und Einsamkeit legt sich über die rheinische Kleinstadt, in der die Menschen zu empathielosen Einzelkämpfern verkommen. Lore verliert den Glauben an das Miteinander.Inmitten dessen archiviert sie das Leben ihrer Mutter für immer und ringt nach Kräften, um einen Weg der gemeinsamen Verabschiedung zu finden. Dabei muss sie sich den unterschiedlichen Formen des Trauerns innerhalb der Familie und den wie Automatismen auf sie einprasselnden Konventionen stellen.Die Tage und Wochen verstreichen, und es scheint, dass Lore in einer absurden Symbiose mit der pandemischen Ausnahmesituation zu leben beginnt. Mit der Auflösung der Mietwohnung, in der sie noch ein letztes Mal unterkommt, wird ihr bewusst, dass sie nie mehr in das Zuhause ihrer Kindheit zurückkehren kann.In einem letzten Kraftakt schafft sie es, allen Widrigkeiten zum Trotz, eine Verabschiedungsfeier zu organisieren. Dass diese im Schlafzimmer ihrer Mutter stattfindet, erscheint am Ende als fast logische Konsequenz von sechs Wochen Ausnahmezustand. Sechs Wochen, in denen Lore lernt, ihre Trauer zuzulassen, um nicht von ihr aufgefressen zu werden. Dass die Endlichkeit des Lebens geplant werden muss und dass es keine Antwort auf die Frage gibt: Wie trauert man richtig.
Darsteller*innen: Vladimir Vulević, Agathe Bonitzer, Birte Schnöink
„Eine faszinierende Mischung aus Natürlichkeit und Künstlichkeit, die dort Spannung erzeugt, wo man sie gar nicht vermutet hätte.“ taz
Ein gewöhnlicher Arbeitstag auf einer Baustelle. Thomas, ein 40-jähriger Kranführer, erhält
einen Anruf von seiner Frau, die ihn bittet, sie vom Krankenhaus abzuholen. Er trifft sie
weinend an.
Nach MUSIC gelingt Angela Schanelec ein so direkter wie poetischer Film, der sich auf
unterschiedlichen Ebenen mit Sprache auseinandersetzt. Eine Momentaufnahme des
Lebens in der Großstadt voller Schönheit und Trauer. Der Film feierte seine Premiere im
Wettbewerb der 76. Berlinale.
Darsteller*innen: Nadeshda Brennicke, Timo Jacobs, Silas Peter
Nach seiner schräg-lakonischen Komödie „Hochstapler und Ponies“ überrascht Independent-Regisseur Timo Jacobs mit einem radikalen Genre- und Stimmungswechsel. „Tod meiner Jugend“ ist ein Film über Mobbing, Gewalt und sexuellen Missbrauch – beruhend auf einer wahren und erschütternden Geschichte. Jacobs erzählt das Leben des realen Kai Peter gleichzeitig komplex-aufgefächert und bodenständig. Dafür findet er eine eigene, rohe und berührende Form – und unternimmt gleichzeitig noch einen Ausflug in die künstlerische Aufarbeitung von Trauma, ausgerechnet auf der Comedy-Bühne. Ein im besten Sinne ungeschliffener, bewegender Film. filmstarts.de
Kai Peter ist Hausmeister an der Schule seines Sohnes – derselben, die er einst selbst besuchte. Mit Frau Meli und Sohn Silas kehrt er in seine alte Heimat zurück. Alles wirkt perfekt: ein sicherer Job, eine liebevolle Familie, und Silas, sein Sohn und ein vielversprechender Kickboxer, der seinen Spuren folgt. Doch Kai spürt eine innere Unruhe. Er nimmt Comedy-Unterricht, um seinem Leben neuen Schwung zu geben. Der Besuch im ehemaligen Kinderheim reißt alte Wunden auf, und die Begegnung mit Klaus, einem früheren Kollegen, konfrontiert ihn mit Wegen der Vergangenheit, die er nicht betreten wollte.
Darsteller*innen: Robert Aramayo, Maxine Peake, Peter Mullan
Als perfekte Mischung aus warmherziger Underdog-Komödie und Sozialrealismus vereint
VERFLUCHT NORMAL gleich zwei große britische Kinotraditionen. Basierend auf der
Lebensgeschichte des echten John Davidson, wird mit einfühlsamem Humor und großer Wärme davon erzählt, wie er trotz seiner Tourette-Erkrankung, trotz Ausgrenzung und mangelndem Verständnis seinen Weg findet und schließlich zu einem der bekanntesten Aktivisten für Tourette-Aufklärung wird.
Mit Mitte 20 lebt John (Robert Aramayo) noch bei seiner Mutter (Shirley Henderson). Die
Nebenwirkungen der starken Medikamente, auf die er angewiesen ist, rauben ihm fast jeden
Lebensmut, als die zufällige Begegnung mit seinem Schulfreund Murray (Francesco Piacentini
Smith) und dessen Mutter Dottie (Maxine Peake) endlich eine Wendung bringt. Dottie ist
Krankenschwester und akzeptiert John, so wie er ist. Sie nimmt ihn in ihrer Familie auf und findet
sogar einen Job für ihn als Assistent des Gemeindezentrum-Hausmeisters Tommy (Peter Mullan).
Ein aberwitziges Vorstellungsgespräch, bei dem Tommy wie kein anderer auf Johns Tics reagiert,
legt den Grundstein für eine innige Freundschaft. Langsam findet John den Mut und die Zuversicht,
ein selbstbestimmtes Leben zu führen und erkennt, wie wertvoll seine Erfahrungen auch für andere
sind.
„Bollwerk“ begleitet einen Sommer lang drei Protagonist*Innen bei ihrer Arbeit in der sächsischen Kleinstadt Wurzen und erzählt so nah und authentisch von Bemühungen um die Demokratie, ostdeutschen Kleinstädten und der Relevanz von zivilgesellschaftlichem Engagement.
In ganz Europa erstarken rechte und konservative Strömungen. Auch Deutschland sieht sich mit dem großen Erfolg einer rechtspopulistischen Partei konfrontiert, die in mehreren Bundesländern als gesichert rechtsextrem eingestuft wird. Während sich in den links-geprägten Großstädten Protest formiert und sich schnell viele Menschen zusammenfinden, steht die Demokratiearbeit in anderen Regionen vor eigenen Herausforderungen. Gerade in den ländlichen Gebieten des Ostens von Deutschland müssen Akteure und AktivistInnen, die sich gegen rechts engagieren immer wieder mit Gegenwind in den sozialen Netzwerken und auf der Straße umgehen. Das geht von Beleidigungen und Anfeindungen bis hin zu tätlichen Angriffen und Morddrohungen „Nazis raus ruft es sich leichter, dort wo es keine Nazis gibt“ sang einmal die Chemnitzer Band Kraftklub. Doch wie leicht ruft es sich „Nazis raus“, dort wo sie tatsächlich auftauchen?
Januar bis Juni 2026 jeden 4. Freitag um 19:00 Uhr
professionelle Erzählkunst vor der Leinwand und einer kleinen Selektion an Kurzfilmen in den Pausen – live mit André Wülfing.
Die Kunst Verwandte zu haben
Wülfings Verwandtschaft scheint durchweg aus schrägen Vögeln zu bestehen, skurrilen Typen, die sich mal heiter, mal melancholisch, mal aberwitzig, mal dramatisch mit den Irrungen des Lebens konfrontiert sehen. „Verwandtschaft ist, wenn man sich trotzdem kennt“ …
Eintritt frei.
Um Spenden für das Dortmund/Bochumer
Wohnungslosen-Projekt BODO wird gebeten.
Ein herzerwärmender Animationfilm von Joost van den Bosch & Erik Verkerk
Tummy Toms liebstes Spielzeug ist Bear. Eines Abends, während Tummy Tom schläft, verschwindet Bear spurlos. Tummy Tom und sein bester Freund Cat Mouse machen sich im Haus und in der Umgebung auf die Suche. Um Bear zu finden, verlassen sie schließlich ihren Garten und entdecken eine neue Welt voller neuer Freunde. Gemeinsam gelingt es ihnen, Bear wiederzufinden.
IMMORTALS gewährt uns einen seltenen, cineastischen Einblick in das Leben der jungen irakischen Generation in Bagdad. Nach dem Ende des Krieges gegen den IS wurde der Irak zunehmend zu einem dunk len Fleck auf der Landkarte und zum Spielball im Konflikt zwischen dem Iran und den USA.
Milo, eine willensstarke Feministin, gibt sich als Mann aus, um sich als Frau in Bagdad freier bewegen zu können. Khalili, ein junger und ehrgeiziger Filmemacher, entdeckt die Macht seiner Kamera als Waffe im Kampf gegen das Regime. Im Nachgang der Revolution von 2019 sind Milo und Khalili die Gesichter, die Augen und die Stimmen einer irakischen Jugend, die unerbittlich für eine bessere Zukunft kämpft. IMMORTALS gewährt Einblick in die Hoffnungen und zerbrochenen Träume einer neuen Generation von Irakis, die seit der von den USA geführten Besatzung vor allem Krieg erlebt hat.
Darsteller*innen: Hiam Abbass, Karim Daoud Anaya, Robert Aramayo
PALÄSTINA 36 verortet präzise den Beginn des palästinensischen Widerstands und den Wendepunkt für das britische Empire. Gedreht an Originalschauplätzen in Palästina und Jordanien, entstand der Film trotz aller Komplikationen mit spürbarer Nähe zu den Orten der Geschichte.
Immer mehr Dörfer erheben sich gegen die britische Kolonialmacht, die ihren Einfluss mit Gewalt durchsetzt. Gleichzeitig siedeln sich europäische Juden, die vor dem Nationalsozialismus geflohen sind, in der Region an. Zwischen seinem ländlichen Heimatdorf und dem zunehmend angespannten Jerusalem pendelt der unparteiische Yusuf. Nach einem folgenschweren Ereignis schlägt sich der junge Mann auf die Seite des Widerstands. Er schließt sich Verbündeten wie dem Hafenarbeiter Khalid an, der angesichts der eskalierenden Situation keinen anderen Ausweg mehr sieht, als zur Waffe zu greifen. Während sich persönliche Schicksale und politische Umbrüche unaufhaltsam verweben, spitzt sich die Lage dramatisch zu – ein entscheidender Moment, der den Ursprung des Konflikts der gesamten Region markiert.
Roya, eine iranische Lehrerin, die wegen ihrer politischen Überzeugungen im Teheraner Evin-Gefängnis inhaftiert ist, steht vor einer Entscheidung: ein erzwungenes, im Fernsehen übertragenes Geständnis ablegen oder weiterhin in ihrer drei Quadratmeter großen Zelle verharren.
Roya, eine ehemalige Lehrerin und Aktivistin, wird vom islamischen Regime beschuldigt, Studentinnen dazu angestiftet zu haben, ihre Kopftücher zu verbrennen. Als nationale Bedrohung wird sie ins Teheraner Evin Gefängnis gebracht. Dort steht sie vor einer scheinbar einfachen, doch existenziellen Entscheidung: ein erzwungenes, im Fernsehen übertragenes Geständnis ablegen, in dem sie ihren Überzeugungen abschwört, oder in ihrer feuchten, drei Quadratmeter kleinen Einzelzelle verharren. Ihr Gefängnisalltag ist von völliger Isolation geprägt – ihre Zelle verlässt sie ausschließlich für Verhöre, zu denen sie verschleiert und mit verbundenen Augen geführt wird, den Blick starr auf den Boden gerichtet, während sie durch die Gänge geht, begleitet von den Schreien und dem Blut anderer Insassinnen. Die Vernehmer setzen alles daran, ihren Widerstand zu brechen, sowohl durch körperliche Gewalt als auch durch psychologischen Druck.
Eines Tages wird Roya im Rahmen eines Scheinver hörs eine Todesanzeige ihres Vaters gezeigt. Ihr wird mitgeteilt, dass er gestorben sei und dass sie nur dann zur Beerdigung gehen dürfe, wenn sie ein Geständnis ablegt. Tief getroffen von dieser Nachricht und dem Wunsch, sich von ihrem an Alzheimer er krankten Vater zu verabschieden, willigt sie ein. Mit einer Fußfessel versehen wird sie in ein Auto gesetzt. Zum ersten Mal seit Monaten sieht sie wieder Sonnenlicht, Straßen und Menschen. Doch die Rückkehr in die Außenwelt erweist sich als trügerisch: Auf dem Weg zur Beerdigung erfährt Roya, dass nicht ihr Vater, sondern ihre Schwester gestorben ist. Kaum ist die Beisetzung vorbei, steht sie wieder allein in ihrer Wohnung – verlassen von ihrem Ehemann Ali, der nicht nur die Räume, sondern offenbar auch sie selbst verlassen hat. Die drei Tage ihrer vorübergehenden Freiheit verfliegen und werden zu einem zermürbenden Schwebe zustand. Roya bewegt sich wie ein Schatten durch ihr eigenes Leben, ständig überwacht und innerlich zerrissen. Ihr Vernehmer scheint ihr auf Schritt und Tritt zu folgen, während Telefonaufnahmen sie immer wieder an das erzwungene Geständnis erinnern. Gleichzeitig dringen Erinnerungen und traumatische Erlebnisse aus der Haft immer stärker in ihr Bewusstsein. Die Grenze zwischen Vergangenheit und Gegenwart verschwimmt, Realität und Einbildung sind kaum noch voneinander zu trennen.
Wissenschaft soll sachlich sein: Fakten statt Gefühle. Aber eine neue Generation Naturwissenschaftler:innen erlebt, wie ihre Forschung durch den Klimawandel aus den Fugen gerät. Statt die Wunder der Natur zu entdecken, sind Maria, Doktorin der Glaziologie, Sebastian, Professor für Physikalische Chemie, und Nana, Molekularbiologin, Chronisten einer untergehenden Welt. Aber niemand hört auf sie. Was tun? Statt sich frustriert in den Elfenbeinturm ihrer Forschung zurückzuziehen, verlassen Maria, Sebastian und Nana das Labor und werden zu Aktivist:innen, denn sie tragen auf ihren Schultern das Gewicht der Welt. DAS GEWICHT DER WELT ist mehr als ein Klimadokumentarfilm – es ist ein zutiefst menschliches Porträt dreier Naturwissenschaftler:innen, die erkennen, dass ihre Forschung alleine nicht mehr ausreicht. In Zeiten zunehmender Klimakatastrophen, politischer Lähmung und gesellschaftlicher Spaltung bietet der Film einen emotionalen Zugang zu einer der zentralen Fragen unserer Zeit: Was bedeutet es, Verantwortung zu übernehmen?
FUTURE SCIENCE ist ein Film über einen der tiefgreifendsten Umbrüche in der modernen Wissenschaft – den Abschied vom Tierversuch. Eine neue Generation von Technologien ermöglicht heute eine nie dagewesene Simulation des menschlichen Körpers. So öffnen sich Wege, Krankheiten präziser zu verstehen, Medikamente sicherer zu entwickeln und die toxikologische Sicherheit von Chemikalien und Alltagsprodukten verlässlicher zu bewerten. Der Film stellt die entscheidenden Fragen: Wie funktioniert das milliardenschwere System der Tierversuche, das weit über die Medizin hinausreicht? Und wer hat ein Interesse daran, an diesem Standard festzuhalten, obwohl er wissenschaftlich und ethisch stark in der Kritik steht? FUTURE SCIENCE konfrontiert die wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Mechanismen des alten Systems mit den Pionier:innen, die mithilfe von Multi-Organ-Chips, 3D-Bioprinting und KI eine menschlichere Forschung vorantreiben. Es ist eine Reise ins Herz einer wissenschaftlichen Revolution, die das immense Potenzial dieser Verfahren für die Gesundheit und unsere Sicherheit im Alltag greifbar macht. Denn die Zukunft der Forschung hat bereits begonnen.
Januar bis Juni 2026 jeden 4. Freitag um 19:00 Uhr
professionelle Erzählkunst vor der Leinwand und einer kleinen Selektion an Kurzfilmen in den Pausen – live mit André Wülfing.
Geschichten aus der Wüste Wie in einer Karawane kommen sie daher, Wülfings zahlreiche Geschichten, die in den Nomadenzelten Nordafrikas und Arabiens erfunden und weitererzählt worden sind. Getragen vom Wind der Wüste schmecken sie nach Minztee und atmen den Geist der menschlichen Begegnung, so wie Ali Baba und die 39 Kamele: voller Erkenntnis und Weisheit.
Eintritt frei.
Um Spenden für das Dortmund/Bochumer
Wohnungslosen-Projekt BODO wird gebeten.
Filmgespräch mit Regisseur Marc Pierschel, Stefanie Kastner (Ärzte gegen Tierversuche e.V.), Kristina Heck (DNTOX). Moderiert von Simone Horstmann.
FUTURE SCIENCE ist ein Film über einen der tiefgreifendsten Umbrüche in der modernen Wissenschaft – den Abschied vom Tierversuch. Eine neue Generation von Technologien ermöglicht heute eine nie dagewesene Simulation des menschlichen Körpers. So öffnen sich Wege, Krankheiten präziser zu verstehen, Medikamente sicherer zu entwickeln und die toxikologische Sicherheit von Chemikalien und Alltagsprodukten verlässlicher zu bewerten. Der Film stellt die entscheidenden Fragen: Wie funktioniert das milliardenschwere System der Tierversuche, das weit über die Medizin hinausreicht? Und wer hat ein Interesse daran, an diesem Standard festzuhalten, obwohl er wissenschaftlich und ethisch stark in der Kritik steht? FUTURE SCIENCE konfrontiert die wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Mechanismen des alten Systems mit den Pionier:innen, die mithilfe von Multi-Organ-Chips, 3D-Bioprinting und KI eine menschlichere Forschung vorantreiben. Es ist eine Reise ins Herz einer wissenschaftlichen Revolution, die das immense Potenzial dieser Verfahren für die Gesundheit und unsere Sicherheit im Alltag greifbar macht. Denn die Zukunft der Forschung hat bereits begonnen.
Darsteller*innen: Aladdin Detlefsen, Kanji Tsuda, Bettina Stucky
« Der ungewöhnliche Roadtrip durch Deutschland könnte zum Geheimtipp werden » Cinema
Für Abenteuer ist in Stefan Buschs Alltag in einer betreuten Wohngemeinschaft kein Platz. Doch
während eines Gruppenausflugs nimmt sein Leben eine schicksalhafte Wendung: Ohne zu zögern
schließt sich der junge Mann, den alle nur Buschi nennen, einer japanischen Reisegruppe an. Auf
diesem ungewöhnlichen Roadtrip beginnt die behutsame Freundschaft zwischen Buschi und Hideo
Kitamura. Buschi, der sich sein ganzes Leben lang geweigert hat, über Sprache mit seinen
Mitmenschen zu kommunizieren, blüht in dieser fremden Umgebung auf.
Eine mitreißende Ferien-Schatzsuche voll kniffliger Rätsel, großer Abenteuer und liebenswerter Tierbegleiter – erzählt in außergewöhnlicher Papier-Animation.
Endlich Ferien! Die 9-jährige Lucie fährt allein aufs Land – zu ihrer Mutter Caro, die in ihrem Heimatdorf eine spannende Ausgrabung leitet. Doch zwischen Hügeln, Wäldern und einer echten Burgruine entdeckt Lucie mehr als frische Landluft: Ein altes Familiengeheimnis wartet auf sie! Gemeinsam mit ihrem neuen Freund Yann, der frechen Gans Zerbinette und zwei plaudernden Blaumeisen stürzt sie sich kopfüber in ein aufregendes Abenteuer. Vom dunklen Burgkeller bis zu einem verlassenen Wohnwagen am Waldrand steckt ihre Schatzsuche voller Rätsel und Überraschungen.
„Sowohl unterhaltsam als auch mit einer klaren ökologischen Botschaft erzählt.“
Future of the force
Jazzy, ein junges Orang-Utan-Mädchen, wird durch einen Waldbrand von ihren Eltern getrennt. Fortan wächst sie in einem Reservat auf, umgeben von anderen Tieren, die ihre Freunde geworden sind. Eines Abends entschließt sie sich jedoch, ihrem Instinkt zu folgen und sich auf die Suche nach ihrer Familie zu machen. Auf ihrem Abenteuer entdeckt Jazzy die Schönheit der Natur – und wie zerbrechlich diese ist. Jazzy stürzt sich in ein außergewöhnliches Abenteuer, um ihre Eltern zu finden und den Regenwald zu bewahren.
Darsteller*innen: Jodie Foster, Daniel Auteuil, Virginie Efira
Regisseurin Rebecca Zlotowski gelingt ein temporeicher Cocktail voller überraschender Wendungen und pointierter Dialoge, der mit viel Fantasie und Leichtigkeit zwischen Humor, Spannung und Romantik navigiert.
Die Amerikanerin Lilian Steiner (Jodie Foster) lebt seit Jahren in Paris und hat sich dort einen Namen als brillante Therapeutin gemacht. Als ihre Patientin Paula (Virginie Efira) unter mysteriösen Um ständen ums Leben kommt, ist sie fassungslos. War es wirklich Selbstmord, wie die Polizei rasch annimmt? Oder hat jemand sehr geschickt nachgeholfen? Zusammen mit ihrem Ex-Mann Gabriel (Daniel Auteuil), der noch immer nicht von ihr lassen kann, begibt sich Lilian auf eine turbulente Spurensuche, um dem Geheimnis von Paula auf die Spur zu kommen.
Darsteller*innen: Lina Carstens, Fritz Rasp, Walter Sedlmayr
Als der Besitzer des Hauses, in dem Lina Braake wohnt, stirbt, fällt das Haus der Bank zu. Im Zuge der Totalsanierung des Gebäudes wird die 81-jährige aus ihrer Wohnung geworfen und in einen Altersheim abgeschoben. Dort lernt sie den 84-jährigen Gustaf kennen. Gemeinsam schmiedet das rüstige Rentner-Paar einen Plan, um Rache an der Bank zu nehmen: Mit einem gewitzten Kreditbetrug wollen sie sich ein Landhaus auf Sardinien kaufen und zusammen „aussteigen“. Der Coup gelingt – aber es dauert nicht lange, bis die Bank Lina ausfindig macht. Auf Grund ihres hohen Alters kann sie jedoch nicht verurteilt werden.
Darsteller*innen: Barbara Loden, Michael Higgins, Dorothy Shupenes
„Einer der größten Filme der Filmgeschichte. Ein Muss!“ Wim Wenders
Barbara Loden, die Regie führte, das Drehbuch schrieb und selbst die Hauptrolle verkörperte, entwirft mit einer fast dokumentarischen Bildsprache ein radikal offenes Porträt weiblicher Existenz. Wanda ist eine Antiheldin jenseits von Opfermythen, Emanzipationsfantasien oder moralischen Bewertungen. Als leise, unbequeme Gegenstimme zum männlich dominierten New-Hollywood-Kino wirkt WANDA noch heute erstaunlich aktuell und beeinflusste zahlreiche Regisseur*innen und Schauspieler*innen wie Isabelle Huppert, Nan Goldin, Marguerite Duras oder Christian Petzold. Ein Stück zeitloses Kino über weibliche Existenz, Sichtbarkeit und radikale kreative Autonomie, aus einer Zeit, in der Regisseurinnen noch die Ausnahme waren.
Die 18jährige Marina, nach dem frühen Aids-Tod ihrer Eltern bei der Familie ihrer Mutter in Katalonien aufgewachsen, reist nach Vigo an die spanische Atlantikküste, um zum ersten Mal die Familie ihres Vaters zu treffen. Sie taucht ein in eine verwirrende Welt voller neuer Tanten, Onkeln, Cousins und Geschichten, die auf seltsame Weise von dem abweichen, was sie zu wissen glaubte. Ihre Ankunft rührt lange verschüttete Emotionen auf, verdrängte Gefühle, Scham, Schmerz und Zärtlichkeit. Für Marina beginnt, begleitet vom Tagebuch ihrer Mutter, eine aufwühlende Reise in das Leben ihrer Eltern und ihre eigenen Träume.