Vor gut 100 Jahren erfindet LEICA die Kleinbildkamera und verändert damit die Geschichte der Fotografie für immer. Die Geburtsstunde der Street Photography, Reportage und des Fotojournalismus. Mit Hunderten von Meisterwerken renommierter Fotografen erzählt der Film von der Liebe zur Fotografie und von Geschichten hinter bahnbrechenden Fotos.
LEICA – EIN JAHRHUNDERT IN BILDERN beleuchtet diesen Wandel der globalen visuellen Kultur und lädt uns ein, 100 Jahre Dokumentarfotografie zu erkunden – mit Werken renommierter Fotografen wie Henri Cartier-Bresson, Sebastião Salgado, Steve McCurry, Jane Evelyn Atwood, Ralph Gibson und Alex Webb sowie zeitgenössischer Künstler wie JR, Greg Williams und Ragnar Axelsson und Hunderten von Bildern ihrer bahnbrechenden Arbeiten.
„Ein gutes Foto bewegt Dich. Wenn es Dich umhaut, ist es ein großartiges Foto.”
Darsteller*innen: Edith Lawlor, Barry McGovern, Siobhán O’Kelly
» Mollys Reise in ‚Fidil Ghorm‘ schwingt tief mit und fängt die Magie und Widerstandsfähigkeit des menschlichen Geistes durch die Linse der irischen Sprache und Kultur ein « TG4
Die zehnjährige Molly lebt mit ihrer Mutter und ihrem Bruder Jack im County Donegal, einer ländlichen Gegend Irlands. Während ihr Vater im Koma liegt, ist Molly überzeugt, dass sie ihn durch das Erlernen des Geigenspiels und den Gewinn des All-Ireland-Wettbewerbs wiedererwecken kann. Inmitten der sonnengetränkten Buchten, zwischen sanften Wellenschlägen und rauen Felsen, trifft sie auf Malachy, einen zurückgezogenen und grimmigen aber durch und durch talentierten Geiger, der im selben Rehabilitationszentrum lebt, wie ihr Vater. Malachy, einst ein gefeierter Musiker, wird von den Dorfbewohnern als jemand beschrieben, der „Magie in seinen Händen“ hat. Molly überredet ihn, sie zu unterrichten, und gemeinsam begeben sie sich auf eine Reise der Heilung und des musikalischen Wachstums. Neben dem Unterricht meistert sie kleine Auftritte, übt mit anderen Nachwuchsmusikern und bereitet sich auf die Wettbewerbe vor. Dabei steht die wachsende Vertrautheit zwischen Lehrerin und Schülerin und die Bedeutung der Musik als Kommunikationsmittel zwischen Molly und ihrem Vater im Vordergrund.
Zu Beginn der Filmvorführung begrüßt Sie das ÖkoNetzwerk. Im Anschluss an den Film laden wir zur gemeinsamen Diskussionsrunde im Kinosaal ein. Wir freuen uns auf Sie und drei inspirierende Filme!
Die preisgekrönte Basler Architektin Barbara Buser rettet Gebäude vor dem Abriss und baut diese mit wiederverwendetem Material um. Sie verwandelt ehemalige Industrieareale zu urbanen Lebensräumen, die für einen sorgfältigen Umgang mit unserer Umwelt und dem Miteinander stehen. Als Frau, die in einer Männerdomäne erfolgreich ihren eigenen Weg geht, ist Barbara Buser Vorbild für die junge Generation, die für eine nachhaltigere, gerechtere Welt kämpft. Ausgezeichnet mit allen wichtigen Architekturpreisen weltweit, ist die Visionärin gefragt bei allen Forschungszentren der Universitäten und Technischen Hochschulen in der Schweiz und weltweit. Barbara Buser ist die Pionierin der Nachhaltigkeit und beeindruckt durch ihre Weitsicht, ihren Durchsetzungswillen und ihre unbändige Schaffenskraft. Sie hat Areale, öffentliche Räume, Häuser und Plätze in Winterthur, Basel und Zürich – um nur einige wenige Orte zu nennen – nachhaltig zu lebendigen und zukunftsweisenden Begegnungsorten umgestaltet.
BARBARA BUSER – PIONIERIN DER NACHHALTIGKEIT – ein Film, der Erstaunliches vermittelt, inspiriert und zum Nachdenken anregt – all das mit viel Schwung, Humor und Leichtigkeit.
Darsteller*innen: Isabelle Huppert, Birgit Minichmayr, Thomas Schubert
Zwischen Irr-Sinn und Aber-Witz: DIE BLUTGRÄFIN von Kultregisseurin Ulrike Ottinger ist die Mutter aller Kinofeste, ein groteskes Gelage grandioser Grande Dames, die nach dem roten Elixier des Lebens streben und auf der Umlaufbahn der Deutungen absolut uneinholbar sind.
Jahrhunderte nach ihrem mysteriösen Verschwinden taucht die Blutgräfin (Isabelle Huppert) im heutigen Wien wieder auf. Der Legende nach ist sie eine der fleißigsten Vampirinnen des 16. Jahrhunderts, die sich reihenweise Dienstmädchen schmecken ließ. Gemeinsam mit ihrer treuen Zofe Hermine (Birgit Minichmayr) versucht sie, ein gefährliches Buch aufzuspüren, das die Macht besitzt, alles Böse zu vernichten – einschließlich Vampire. Doch auch die Konkurrenz ist hinter dem Buch her: eine Allianz aus Vegetariern und Ordnungsmächten will sie und ihre Wiener Vampir-Bande dingfest machen. Und ein Kongress kleingeistiger Geisteswissenschaftler plant gar die Analyse der „Identität der Vampire im Zeitalter ihrer digitalen Reproduzierbarkeit“.
Zu Beginn der Filmvorführung begrüßt Sie das ÖkoNetzwerk. Im Anschluss an den Film laden wir zur gemeinsamen Diskussionsrunde im Kinosaal ein. Wir freuen uns auf Sie und drei inspirierende Filme!
Was passiert, wenn die Architekten der Zukunft die Verantwortlichen von heute zur Rede stellen? In seinem neuesten Dokumentarfilm FUTURE COUNCIL – KOMM AN BORD wählt Regisseur Damon Gameau acht engagierte Kinder und Jugendliche aus der ganzen Welt ein, mit ihm in einem gelben Schulbus quer durch Europa zu reisen. Ihr Ziel: Die Zentralen der mächtigsten Konzerne der Welt – von globalen Energiekonzernen bis hin zu Lebensmittelgiganten. In diesem „Rat der Zukunft“ nehmen die jungen Menschen kein Blatt vor den Mund und konfrontieren CEOs und Spitzenmanager direkt mit der Frage, wie sie die Welt hinterlassen wollen. Ein inspirierender, humorvoller und tief berührender Dokumentarfilm, der zeigt, was passiert, wenn die nächste Generation nicht mehr nur vor der Tür protestiert, sondern direkt im Konferenzraum Platz nimmt.
Zu Beginn der Filmvorführung begrüßt Sie das ÖkoNetzwerk. Im Anschluss an den Film laden wir zur gemeinsamen Diskussionsrunde im Kinosaal ein. Wir freuen uns auf Sie und drei inspirierende Filme!
“ERNTE TEILEN” erzählt die Geschichte von Landwirt:innen, die dem Wachstumszwang unseres Systems etwas entgegensetzen und aus den Strukturen der konventionellen Landwirtschaft ausbrechen. Filmemacher und Aktivist Philipp Petruch begibt sich mit dem Film auf eine Reise zu drei SoLaWi-Initiativen in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Sie verbindet ein klares Ziel: Mit Hilfe von Gemeinschaften schaffen sie einen lokalen Versorgungskreislauf nach den Werten von Ökologie und Gemeinwohl. Mit Mut, Gemeinschaftssinn und einem neuen Verhältnis von Konsument und Produzent können wir die Landwirtschaft verändern. Und ein kleines Stück die Welt.
Q&A mit den Regisseur*innen Karin Kaper und Dirk Szuszies nach dem Screening
Millionen von Deutschen kennen die Kanaren – nur wenige die winzige Insel La Graciosa. Mit
LA GRACIOSA – KANARISCHE TRÄUME erfüllen sich Karin Kaper und Dirk Szuszies einen
langgehegten persönlichen Herzenswunsch. Seit mehr als 30 Jahren kennen die Filmemacher
diese kleinste der kanarischen Inseln und wurden nun Zeugen dramatischer Veränderungen.
Die Insel ist ein einzigartiger Mikrokosmos: Caleta de Sebo ist das einzige bewohnte Dorf mit
600 Einwohnern. Deutlich wird im Film der Wandel von einem einst armen Fischerdorf, in dem
jeder jedem half, zu einer immer mehr vom Tourismus dominierten Gemeinschaft.
Unterschiedliche Bewohner des Dorfes, zu denen die Filmemacher im Laufe der Jahre ein
vertrauensvolles Verhältnis aufgebaut haben, sind die Protagonisten des Films. Starke Frauen
und ihre Bedeutung spielen eine wesentliche Rolle, ebenso Menschen, die sich in La Graciosa
verliebt und dort niedergelassen haben.
Darsteller*innen: Barbie Ferreira, John Leguizamo, French Stewart
,,Ein zutiefst bewegender Film und eine leidenschaftliche, aufbauende Hymne an die Bedeutung der selbst gewählten Familie.“ – AV Club
Lily ist 25 und ihr Alltag verläuft zumeist nur noch zwischen gelegentlichen Chats im Internet und den ermüdenden Streitgesprächen mit ihrem narzisstischen Vater Bob, den die Damen in seiner Senioren-Wohnanlage mehr interessieren als die Sorgen und Nöte seiner Tochter. Als es eines Abends endgültig zum Bruch zwischen Lily und ihrem Vater kommt, versucht sie verzweifelt, wieder eine Verbindung zu ihm aufzubauen, verwechselt sein Social Media-Profil jedoch mit einem anderen Bob Trevino. Was ein peinliches Missgeschick hätte werden können, entwickelt sich unerwartet zu einer Reihe intensiver Gespräche, bei denen Lily in dem ebenso schüchternen falschen Bob einen väterlichen Freund findet. Gemeinsam findet das seltsame Gespann einen Weg, das Leben und seine Herausforderungen zu meistern – bis sich Bob auf einmal nicht mehr meldet. Und Lily auf schmerzhafte Weise lernt, dass sich in der Not immer eine Familie findet, auch wenn es nicht die eigene ist …
Darsteller*innen: Teresita Sánchez, Bastian Escobar, Hugo Ramírez
Olga führt ein streng abgezirkeltes Leben in einem großen Wohnblock in Mexico Stadt, ohne Freundschaften und Beziehungen. Als sie in einer finanzielle Notlage ein Zimmer untervermieten muss, zieht ein Mann vom Land ein, der seine erkrankte Frau im nahegelegenen Hospital unterstützt. Erst spät bemerkt Olga, dass der Mann nachts seinen 9jährigen Sohn mit in die Wohnung schmuggelt. So groß ihre Wut sein mag, sie kann sich dem Charme des Jungen nicht entziehen, der nichts unversucht lässt, um zu seiner Mutter ins Krankenhaus zu gelangen. Olgas Leben beginnt sich auf überraschende Weise mit dem ihrer ungebetenen Gäste zu verflechten, ihre sorgsam kontrollierte Welt verwandelt sich.
La Graciosa ist als Mikrokosmos ein eindringliches Beispiel dafür, wie gefährlich ein zunehmender Massentourismus für das Zusammenleben der Menschen ist.
Millionen von Deutschen kennen die Kanaren – nur wenige die winzige Insel La Graciosa. Mit
LA GRACIOSA – KANARISCHE TRÄUME erfüllen sich Karin Kaper und Dirk Szuszies einen
langgehegten persönlichen Herzenswunsch. Seit mehr als 30 Jahren kennen die Filmemacher
diese kleinste der kanarischen Inseln und wurden nun Zeugen dramatischer Veränderungen.
Die Insel ist ein einzigartiger Mikrokosmos: Caleta de Sebo ist das einzige bewohnte Dorf mit
600 Einwohnern. Deutlich wird im Film der Wandel von einem einst armen Fischerdorf, in dem
jeder jedem half, zu einer immer mehr vom Tourismus dominierten Gemeinschaft.
Unterschiedliche Bewohner des Dorfes, zu denen die Filmemacher im Laufe der Jahre ein
vertrauensvolles Verhältnis aufgebaut haben, sind die Protagonisten des Films. Starke Frauen
und ihre Bedeutung spielen eine wesentliche Rolle, ebenso Menschen, die sich in La Graciosa
verliebt und dort niedergelassen haben.
Darsteller*innen: Ellen Edith Pultz-Hansen, Filippa Marcella Olesen Olsson
Eine Zwölfjährige ist schon lange mit einer Klassenkameradin befreundet. Doch als sich die einer neuen Schülerin zuwendet, die auf Instagram einen Beauty-Kanal betreibt und auch noch einen Club für verliebte Mädchen gründet, fühlt sich das Mädchen zurückgesetzt. Sie will auch dazu gehören und landet beim Versuch, sich zu verlieben, ausgerechnet bei ihrem besten Kumpel. Die kurzweilige Komödie über erste Schmetterlingsgefühle im Bauch ist flott inszeniert. In vielen Szenen werden animierte Zeichnungen eingeschoben, die die Irrungen und Wirrungen humoristisch kommentieren. Die quicklebendige Hauptdarstellerin füllt ihre Rolle mit Mut zur Selbstironie aus. Wie nebenbei wird auch der verhängnisvolle Einfluss von sozialen Medien thematisiert, in denen bedenkliche Schönheitsideale propagiert werden und ein übermäßiger Anpassungsdruck auf Minderjährige ausgeübt wird.
Darsteller*innen: Bobby Sommer, Paul Schild, Asja Ahmetovic
LONDON ist ein leiser, tröstlicher Film zwischen Dokumentarischem und Fiktion. Die Autobahn wird zum Ort der Begegnung, an dem Fremde einander zuhören und unsere Gegenwart für einen Augenblick erfahrbar wird. In beunruhigenden Zeiten erzählt der Film von der Möglichkeit, dass Nähe und Solidarität dort entstehen, wo Menschen ein Stück des Weges miteinander zurücklegen.
Ein Roadmovie über die Schönheit und den Zauber alltäglicher Begegnungen: Bobby fährt immer wieder dieselbe Strecke zwischen Wien und Salzburg. Er nimmt Menschen mit, eigentlich um Benzinkosten zu sparen. Gemeinsam teilen sie ein Stück Weg und für einen kurzen Moment auch ihr Leben. Im Auto kommen sie ins Gespräch über Liebe und Krieg, Familie und Erinnerung, Herkunft und Zukunft. Ein junger Soldat, ein Supermarktlehrling, ein Wissenschaftler, eine queere Frau kurz vor ihrer Hochzeit – flüchtige Augenblicke, aus denen ein Mosaik der Gegenwart entsteht. Auch Bobby erzählt: von seinem Leben, vom Älterwerden und von einem Freund, der in Salzburg im Koma liegt – der Grund für seine Fahrten. Während draußen Berge, Wälder und Brücken vorbeiziehen, verändert sich mit den Jahreszeiten das Licht. Bobby fährt weiter, aber in eine andere Richtung…
If we’re experimenting with our lives and the way we’re going to live, our film and our art should
also be experimental. It breaks tradition, and makes you think in a broader way. It’s the way I ex
perience the world. – Barbara Hammer
Queer Cinema-Pionierin Barbara Hammer (1939–2019) fing mit 27 an, Filme zu machen und
hatte mit Anfang 30 ihr lesbisches Coming-out: „My life has been lived in film.“ Die schiere
Fülle an Filmmaterial ihres Lebens ist auch der Stoff von BARBARA FOREVER, Brydie
O’Connors Langfilmdebüt, dem die Mammutaufgabe gelingt, der schillernd-charismatischen
Persönlichkeit gerecht zu werden: Vorreiterin lesbisch-queerer Selbstrepräsentation „in a
world where we are invisible“, verführerische Liebhaberin, experimentier- wie risikofreudige
Filmemacherin. Über allem: der Lebenshunger. Entlang ihrer Filme, darunter DYKETACTICS
(1974), AUDIENCE (1982) und NITRATE KISSES (1992), erstmalig zu sehendem Archivmate
rial, Barbaras Erzählstimme und mit Lebenspartnerin Florrie Burke als weiterem Zentrum
wird Lebenszeitlichkeit selbst gequeert: viel Sex und Intimität, die Theorie des cinema of
touch, der Wunsch nach künstlerischer Anerkennung, die Beziehung zur Mutter in der Im
migranten-Familie und die Mission, weiterzugeben und zu teilen, was Film vermag, nicht zu
letzt angesichts ihrer Krankheit und ihres Sterbens.
Politisch brisant, ernsthaft und doch humorvoll begleitet dieser Film Menschen, die sich
leidenschaftlich für die Vogelbeobachtung interessieren. Der weltberühmte Autor Jo
nathan Franzen, die Bäckereiverkäuferin oder das junge Ornithologenteam: sie alle
eint die Liebe zu einer stark bedrohten Spezies. Durch ihre Augen und Ohren tauchen
wir ein in die Welt der Vögel – eine Welt, die zu einer eindrucksvollen Metapher für den
Zustand unseres Planeten wird.
Die Zahl und Diversität der Vögel gehen weltweit dramatisch zurück. Gleichzeitig ent
decken immer mehr Menschen die Welt der Vögel für sich: Sie alle haben eine ganz
eigene Geschichte, die sie zu Birdwatchern gemacht hat. Der Blick durchs Fernglas ist
dabei auch eine Suche nach etwas Ursprünglichem, Einzigartigem, Wahrem. Auf fast
magische Weise scheint sich diese Suche auf den Zuschauer zu übertragen, als ginge
man mit geschärften Sinnen aus dem Kino in eine andere Welt. Unser Film wendet
den Blick von den Vögeln zurück auf die Menschen, die uns mit ihrer Liebe zu den
Vögeln und ihrer Hingabe zur Natur begeistern. So begegnen wir auch dem weltbe
rühmten Autor Jonathan Franzen, der sagt: „Ein Grund, warum Wildvögel so wichtig
sind (…) ist der, dass sie unsere letzte, beste Verbindung zu einer natürlichen Welt
darstellen, die ansonsten im Schwinden begriffen ist.“ Umweltpolitisch brisant, ernst,
aber auch humorvoll, zeichnet der Film in cineastischen Bildern und intensiven Sound
welten das Bild einer Gesellschaft in einer großen Krisen- und Umbruchsituation. Der
Film wird zur Erzählung von Zweifel und Hoffnung, Leben und Tod, vom Bleiben und
Verschwinden. Und die Vögel werden auf eine berauschende, fast unheimliche Art zur
Metapher für den Zustand der Welt
Darsteller*innen:Angela Winkler, Laura Tonke, Josef Ellers
„Ein philosophisches Drama zum Lachen, zum Heulen, zum Wiedererkennen. Ein echter Dörrie eben: Erleuchtung garantiert!“ programmkino.de
Im Jahr 2030 ist der ehemaligen Schauspielerin Frau Winkler (Angela Winkler) nichts mehr
geblieben als ihre Tochter Emi (Laura Tonke) und Enkelin Billie (Zoë Baier). Ihr geliebter
Ehemann und Bühnenpartner ist viel zu früh verstorben; aus ihrer Trauer hat Frau Winkler nie
ganz herausgefunden und sich immer ganz auf Emi verlassen. Als diese, ebenfalls
Schauspielerin, ein Theaterengagement annimmt und endlich ihr eigenes Leben in die Hand
nehmen will, ist ihre Mutter nach einem Unfall plötzlich auf intensive Hilfe angewiesen, und es
muss schnell eine Lösung her: ein Pflegeroboter, den die Krankenkasse stellt. Frau Winkler
fühlt sich gedemütigt und wehrt sich vehement gegen die maschinelle Zuwendung. Doch dann
entwickelt sich eine unerwartete Freundschaft zwischen der 80-Jährigen und dem äußerst
„belesenen“ Roboter, den sie Pawlowitsch nennt und der zu ihrer Verzückung wunderbar
Tschechow rezitieren kann. Aber Pawlowitsch ist nicht nur eine interessante neue Gesellschaft
für Frau Winkler, er übermittelt auch ihre sich stetig verschlechternden Vitalwerte an ein auf
Effizienz bedachtes Gesundheitssystem. Pawlowitsch verspricht, ihr beizustehen, aber kann
eine künstliche Intelligenz einem Menschen ein Versprechen geben, das auch zu halten ist?
Darsteller*innen: Yana Radeva, Syuleyman Alilov Letifov, Stoicho Kostadinov
„Eine berauschende bulgarische Grenzland-Fabel…
„Das geträumte Abenteuer“ ist das großartige Ereig
nis eines Kinos, das von Grund auf neu geschaffen
wird. Alles ist im Fluss, sogar das Genre, das zwi
schen Noir, Western und Liebesfilm wechselt.“
Screen Daily
Die Archäologin Veska ist für ein Ausgrabungsprojekt in ihre Heimatstadt Svilengrad zurückgekehrt, in die Grenzregion zwischen Bulgarien, Griechenland und der Türkei. Überraschend trifft sie auf Said, einen alten Bekannten aus den Rhodopen, den undurchsichtige Geschäfte nach Svilengrad geführt haben. Saids Auto ist gestohlen worden, und Veska lädt ihn ein, den Tag mit ihr auf der Ausgrabungsstätte zu verbringen. Es ist ein glücklicher Tag voller Vertrautheit, ein Tag wie ein Versprechen. Am nächsten Morgen ist Said verschwunden. Veska folgt den Spuren Saids und dringt dabei immer tiefer in die verborgenen Schichten und Verhältnisse der Stadt und ihrer Menschen vor – Geschichten aus der Zeit des großen Umbruchs in den 90er Jahren, von Freiheit und geplatzten Träumen, Gewalt und schnellem Geld. Was hat Said mit Iliya zu tun, dem mächti en Mann im Hintergrund, bei dem alle Fäden zusammenzulaufen scheinen? Veska ist gezwungen, sich ihren eigenen Erinnerungen zu stellen. Unterstützt von ihren Freundinnen und Freunden aus Svilengrad, beginnt sie, ihre eigene Geschichte zu schreiben.
Darsteller*innen: Eric Lindgren, Allan Edwall, Emy Storm
Im Zentrum von Astrid Lindgrens aufregend-warmherziger Story steht ein Waisenjunge, der mit einem lebenslustigen Landstreicher turbulente Abenteuer erlebt. Gekonnt einfühlsam und unterhaltend inszeniert von Olle Hellbom.
Vergebens hofft der kleine Rasmus darauf, endlich von netten, kinderlosen Eltern adoptiert zu werden. Denn immer wieder werden niedliche Mädchen mit lockigen Haaren bevorzugt. Deshalb schleicht sich der Blondschopf des Nachts aus dem Waisenhaus und macht sich selbst auf die Suche nach geeigneten Eltern. Auf seiner Wanderschaft begegnet er dem freundlichen Vagabunden Paradies-Oskar. Fortan sind die beiden unzertrennlich. Manch gefährliches Abenteuer haben Rasmus und Oskar zu bestehen, ehe sie ihr Weg zu Oskars lieber Frau Martina zurückgeführt. Hier findet Rasmus zu guter Letzt, was er sich immer gewünscht hat: ein richtiges Zuhause, zwar ein bescheidenes, aber eines, in dem es immer fröhlich zugeht.
Die Flucht über das Mittelmeer nach Europa ist für viele Menschen
oft die letzte Hoffnung Krieg, Verfolgung und Hunger zu entkommen.
Da zunehmend auch Frauen und Kinder gezwungen sind, eine der
gefährlichsten Fluchtrouten der Welt anzutreten, gehört eine Hebamme
mittlerweile zur festen Besatzung eines Seenotrettungsschiffes.
WHERE THE WAVES TOOK HER begleitet die erste Rettungsmission
der Berliner Hebamme Anne-Katrin. Ihre Reise wird parallel zur
Fluchtgeschichte der Frauen erzählt. Während wir mit Anne-Katrin
das starke, weibliche Versorgungsteam an Bord kennenlernen
und mit ihnen auf den Ernstfall vorbereitet werden, erzählen die
geflüchteten Frauen auf einer besonders gestalteten visuellen
Ebene aus Langzeitbelichtungen und in einem mit Wasser gefüllten
Studio von dem über das Leid, das die Flucht nach Europa für sie
mit sich gebracht hat. Die Langzeitbelichtungen schaffen verwischte,
poetische Bilder, die nicht nur zur Anonymisierung und zum Schutz
der Überlebenden dienen, sondern gleichzeitig auch die emotionale
Brisanz der Situation auf eine neue Art und Weise vermitteln.
Auf dem Schiff treffen die Welten der Frauen und der Crew dann
für einen kurzen Moment aufeinander, bevor die Frauen in Italien
ankommen und eine weitere Reise ins Ungewisse starten.
Wir leben in Zeiten globaler Krisen, in der sich Konflikte weltweit zuspitzen. Dennoch bleibt die Flucht über
das Mittelmeer eine der gefährlichsten Fluchtrouten der Welt – insbesondere für Frauen. Ihre Perspektive
geht in der Medienberichterstattung oft unter, das will WHERE THE WAVES TOOK HER ändern. Im
Mittelpunkt des Dokumentarfilms stehen daher weibliche Überlebende, sowie eine Berliner Hebamme,
die ihre erste Seenotrettungsmission antritt.
Die Flucht über das Mittelmeer nach Europa ist für viele Menschen
oft die letzte Hoffnung Krieg, Verfolgung und Hunger zu entkommen.
Da zunehmend auch Frauen und Kinder gezwungen sind, eine der
gefährlichsten Fluchtrouten der Welt anzutreten, gehört eine Hebamme
mittlerweile zur festen Besatzung eines Seenotrettungsschiffes.
WHERE THE WAVES TOOK HER begleitet die erste Rettungsmission
der Berliner Hebamme Anne-Katrin. Ihre Reise wird parallel zur
Fluchtgeschichte der Frauen erzählt. Während wir mit Anne-Katrin
das starke, weibliche Versorgungsteam an Bord kennenlernen
und mit ihnen auf den Ernstfall vorbereitet werden, erzählen die
geflüchteten Frauen auf einer besonders gestalteten visuellen
Ebene aus Langzeitbelichtungen und in einem mit Wasser gefüllten
Studio von dem über das Leid, das die Flucht nach Europa für sie
mit sich gebracht hat. Die Langzeitbelichtungen schaffen verwischte,
poetische Bilder, die nicht nur zur Anonymisierung und zum Schutz
der Überlebenden dienen, sondern gleichzeitig auch die emotionale
Brisanz der Situation auf eine neue Art und Weise vermitteln.
Auf dem Schiff treffen die Welten der Frauen und der Crew dann
für einen kurzen Moment aufeinander, bevor die Frauen in Italien
ankommen und eine weitere Reise ins Ungewisse starten.
Pavel „Pasha“ Talankin ist Lehrer und Videograf an einer Schule in Karabasch, einer Industriestadt im Ural. Mit dem russischen Angriff auf die Ukraine verändert sich der Schulalltag grundlegend. Patriotische Unterrichtseinheiten, Fahnenappelle und militärische Rituale halten Einzug. Pasha erhält den Auftrag, diese Entwicklung mit seiner Kamera für die Behörden zu dokumentieren. Während er die offiziellen Bilder filmt, hält er zugleich mit heimlich aufgenommenen Aufnahmen fest, wie sich die Schule Schritt für Schritt zu einem Instrument staatlicher Propaganda entwickelt. Über zwei Jahre begleitet Pasha den Wandel des Schulalltags und dokumentiert, wie Kinder und Jugendliche auf Krieg und Gehorsam vorbereitet werden und wie sich das Leben an der Schule unter dem Einfluss des Regimes verändert.
Preview und Q&A mit Regisseur*innen Ulrike Franke & Michael Loeken
Die Zahl und Diversität der Vögel gehen weltweit dramatisch zurück. Gleichzeitig ent
decken immer mehr Menschen die Welt der Vögel für sich: Sie alle haben eine ganz
eigene Geschichte, die sie zu Birdwatchern gemacht hat. Der Blick durchs Fernglas ist
dabei auch eine Suche nach etwas Ursprünglichem, Einzigartigem, Wahrem. Auf fast
magische Weise scheint sich diese Suche auf den Zuschauer zu übertragen, als ginge
man mit geschärften Sinnen aus dem Kino in eine andere Welt. Unser Film wendet
den Blick von den Vögeln zurück auf die Menschen, die uns mit ihrer Liebe zu den
Vögeln und ihrer Hingabe zur Natur begeistern. So begegnen wir auch dem weltbe
rühmten Autor Jonathan Franzen, der sagt: „Ein Grund, warum Wildvögel so wichtig
sind (…) ist der, dass sie unsere letzte, beste Verbindung zu einer natürlichen Welt
darstellen, die ansonsten im Schwinden begriffen ist.“ Umweltpolitisch brisant, ernst,
aber auch humorvoll, zeichnet der Film in cineastischen Bildern und intensiven Sound
welten das Bild einer Gesellschaft in einer großen Krisen- und Umbruchsituation. Der
Film wird zur Erzählung von Zweifel und Hoffnung, Leben und Tod, vom Bleiben und
Verschwinden. Und die Vögel werden auf eine berauschende, fast unheimliche Art zur
Metapher für den Zustand der Welt
Darsteller*innen: Ruby Commey, Thelma Buabeng, Timo Jacobs
BILLIE ist berührend, humorvoll und direkt. Ein Film, der lacht, während er weh tut. Und ein Film, der zeigt, dass Veränderung möglich ist – mitten in der Realität, die wir alle teilen.“
Zwei Mütter und beste Freundinnen sitzen wegen 300 Euro in einer Bank fest und werden für Bankräuberinnen gehalten. Während die Polizei ihnen bereits auf den Fersen ist, können sie sich nur durch ihren Zusammenhalt und eine gehörige Portion Chaos aus der misslichen Lage befreien.
„Mit BILLIE erzählt Filmemacherin Sheri Hagen die Geschichte zweier Frauen, die in widrigsten Lebensumständen um Selbstbestimmung und Würde ringen. Was als scheinbar banale Alltagssituation beginnt, entfaltet sich zu einem vielschichtigen Drama über häusliche Gewalt, die Kraft von Freundschaft und die Sehnsucht nach Freiheit. Hinter der Fassade des Alltags offenbart sich eine Realität, die Millionen betrifft. BILLIE vereint Schmerz und Humor, Leichtigkeit und Verzweiflung – und zeigt, wie nah sich Absurdität und existenzielle Notwendigkeit berühren.
„Cornelius Schwalm erzählt die Eskalation als bitterböse Komödie: Zwischen Proben, Gruppengesprächen und ritualisiertem „Wir sind doch tolerant“ verschieben sich die Grenzen. Formal roh, kompromisslos und im Geist Christoph Schlingensiefs zeigt der Film die Mechanismen einer Gesellschaft auf, die an ihren eigenen moralischen Ansprüchen scheitert…“ Lichter Filmfest Frankfurt International 2026
Bernd arbeitet als Schauspieler mit Behinderung in einem linken Berliner Künstlerkollektiv. Mit ihrem neuen Stück reisen sie nach Peenemünde, das vor allem für die Raketenentwicklung in der einst dort stationierten Heeresversuchsanstalt bekannt ist. Bernd, der zunehmend vom Dritten Reich fasziniert ist, demonstriert seine rechten Tendenzen: laut, sexistisch, rassistisch, respektlos – ein Affront gegen jede moralische Gewissheit der Gruppe. Mit jeder seiner Provokationen zerbricht zunehmend mehr von ihrer Toleranz. Aus Haltung wird Hass, aus Humanismus Gewalt. Am Ende prügeln jene, die sich für die besseren Menschen halten, wie Barbaren auf ihn ein – und aus Demokraten werden exzentrische Wutbürger.
Eine Dystopie über Moral, Macht und die dünne Haut der Demokratie.
„Ein herb-poetischer und bildmächtiger Spielfilm, der mit seinen starken Identifikationsfiguren und mit deren Entwicklung zum Leben im Einklang mit der Natur und mit sich selbst, nicht nur große emotionale Kraft entwickelt, sondern auch über die eigene Lebensführung reflektieren lässt.“ film-netz.com
Werbetexter Mathyas (Félix-Antoine Duval) reicht es. Nach einem stressbedingten
Zusammenbruch lässt er Montréal und seine Karriere hinter sich, um sich ohne Plan in der
Provence wiederzufinden. Was er dort sieht, lässt ihn nicht mehr los: ein Leben nah an der
Natur, weit weg von Deadlines und Slogans. Er will Schäfer werden. Dass er davon keine
Ahnung hat, stört ihn weniger als die Schafe.
Die Realität der Hirtenwelt ist jedoch alles andere als romantisches Idyll: Wölfe, Stürme, die
stumme Skepsis der einheimischen Bauern lassen Mathyas schnell an sich zweifeln. Als er
Élise (Solène Rigot) begegnet, einer Verwaltungsbeamtin, die kurzerhand ihren Job hinwirft,
nimmt sein Abenteuer eine neue Richtung: Gemeinsam wagen sie das Unwahrscheinliche –
einen ganzen Sommer mit einer Herde von 800 Schafen hoch in den Provenzalischen Alpen,
auf sich allein gestellt.
Ausgezeichnet mit dem Oscar® und dem BAFTA als Bester Dokumentarfilm sowie eingeladen zu über 100 internationalen Filmfestivals zählt Ein Nobody gegen Putin zu den international meistbeachteten Dokumentarfilmen des Jahres. Mit trockenem Humor und großer Menschlichkeit erzählt der Film von Mut, Zivilcourage und der Kraft der Wahrheit – und eröffnet einen seltenen Einblick in das russische Bildungssystem.
Pavel „Pasha“ Talankin ist Lehrer und Videograf an einer Schule in Karabasch, einer Industriestadt im Ural. Mit dem russischen Angriff auf die Ukraine verändert sich der Schulalltag grundlegend. Patriotische Unterrichtseinheiten, Fahnenappelle und militärische Rituale halten Einzug. Pasha erhält den Auftrag, diese Entwicklung mit seiner Kamera für die Behörden zu dokumentieren. Während er die offiziellen Bilder filmt, hält er zugleich mit heimlich aufgenommenen Aufnahmen fest, wie sich die Schule Schritt für Schritt zu einem Instrument staatlicher Propaganda entwickelt. Über zwei Jahre begleitet Pasha den Wandel des Schulalltags und dokumentiert, wie Kinder und Jugendliche auf Krieg und Gehorsam vorbereitet werden und wie sich das Leben an der Schule unter dem Einfluss des Regimes verändert.