stranger than fiction dokumentarfilmfestival

Stranger than fiction – 24. Dokumentarfilmfestival: The first 54 Years – An abbreviated manual for military occupation

  • F/FIN/ISR/D 2021
  • 110 Min
  • Regie: Avi Mograbi
  • Originalfassung mit deutschen Untertiteln (OmU)
  • offizielle Filmseite

Vorführungen:

  • Do, 3. Februar 2022 um 17:00 Uhr

Ernsthaft in die Tat umsetzen wird hoffentlich keiner, was Avi Mograbi uns da aus dem Wohnzimmersessel anbietet: eine Kurzanleitung zur militärischen Besatzung. Seine strategischen Betrachtungen haben den unschuldigen Anstrich allgemeiner Überlegungen, wie man ein fremdes Territorium gegen alle Widerstände erfolgreich besetzt. Als Musterbeispiel dient ihm die israelische Besatzung der palästinensischen Gebiete in der Westbank und im Gaza-Streifen. Aussagen von israelischen Soldaten über ihren Dienst dort, die für die Organisation Breaking the Silence entstanden, veranschaulichen den jahrzehntelangen Alltag und die historischen Etappen der Besatzung. In ihrer Nüchternheit sind diese Beschreibungen von alltäglicher Willkür und Grausamkeit erschütternd und schwer erträglich.

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Stranger than fiction – 24. Dokumentarfilmfestival: Bloody Nose, Empty Pockets

Vorführungen:

  • Sa, 5. Februar 2022 um 17:00 Uhr

Die letzte Nacht in der Stammkneipe, die letzten Drinks, der letzte Tanz mit der heimlichen Liebe … Das „Roaring 20s“ ist eine Bar in Las Vegas – eine von der alten, guten Sorte, wo jeder Gast sich sofort zuhause fühlt. Da fließt der Whiskey in Strömen, die Jukebox rödelt ohne Pause einen Lieblingssong nach dem anderen, am Tresen werden Sprüche geklopft, und der Wirt sorgt für gute Laune und für Ordnung, falls nötig. Den Brüdern Bill und Turner Ross ist mit ihrem hybriden Dokumentarfilm ein schöner Coup gelungen. Geschickt mischen sie Realität und Fiktion, ihre Kamera ist immer mitten im Geschehen. Auf diese Weise gelingt ihnen ein intensiver Blick ins pralle Leben und damit tatsächlich so etwas wie die Momentaufnahme des Zustandes einer Gesellschaft.

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Stranger than Fiction – 24. Dokumentarfilmfestival: We are all Detroit – Vom Bleiben und Verschwinden

  • DE 2021
  • 118 Min
  • Regie: Ulrike Franke und Michael Loeken
  • FSK: keine Angabe
  • FBW Prädikat besonders wertvoll
  • Originalfassung mit deutschen Untertiteln (OmU)
  • offizielle Filmseite

Vorführungen:

  • Sa, 29. Januar 2022 um 19:00 Uhr

Bochum und Detroit. Zwei Städte, die auf den ersten Blick nicht viel miteinander gemein haben. Und doch sind beide Regionen in ihrer radikalen Veränderung der letzten Jahrzehnte miteinander vereint. Denn wo jeweils wichtige Wirtschaftszweige wie die Autoindustrie wegbrechen, da bleiben schmerzhafte Lücken. Und entstehen Chancen, von denen man kaum glaubte, dass es sie noch gibt. Mit Empathie und dem genauen Blick fürs Wesentliche gelingt Ulrike Franke und Michael Loeken ein vielschichtiges Porträt zweier Städte und Regionen im wirtschaftlichen und strukturellen Wandel.

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Stranger than Fiction – 24. Dokumentarfilmfestival: La Cen

  • DE 2020
  • 77 Min
  • Regie: Julius Dommer
  • FSK: keine Angabe

Vorführungen:

  • So, 30. Januar 2022 um 13:00 Uhr

Dokumentation über eine kleine Stadt in Kuba, in der Fidel Castro den ersten Atomreaktor in der Geschichte der Karibik bauen wollte. Das Projekt wurde nie abgeschlossen. Eine bitter-süße kubanische Geschichte.

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Stranger than Fiction – 24. Dokumentarfilmfestival: Garderie Nocturne

Vorführungen:

  • So, 30. Januar 2022 um 17:00 Uhr

In einer Stadt unweit von Ouagadougou bringen Sexarbeiterinnen ihre Kinder für die Nacht zu Frau Coda. Die alte Dame lebt seit vielen Jahren davon, Kinder von Müttern, die nachts arbeiten, zu beaufsichtigen und erziehen. Die meisten Kinder werden in der Frühe abgeholt, manchmal bleiben sie auch über längere Zeiträume. Auch Odile und Farida nehmen dieses Angebot in Anspruch. Zurückhaltend, mit viel Feingefühl und Respekt und ohne jegliche Moralisierung begleitet Moumouni Sanou Odile, Farida und Frau Coda bei der Arbeit, in ihrer Freizeit mit den Kindern und ihren täglichen Routinen.

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Stranger than Fiction – 24. Dokumentarfilmfestival: The good Soldier aka Silence Breakers

  • mit Filmgästen und Gespräch
  • ISR/FR/DE 2021
  • 88 Min
  • Regie: Silvina Landsmann
  • FSK: keine Angabe
  • Originalfassung mit deutschen Untertiteln (OmU)

Vorführungen:

  • Mo, 31. Januar 2022 um 19:00 Uhr

Die NGO „Breaking the Silence” – kurz BtS – besteht aus ehemaligen israelischen Soldaten und Soldatinnen, die durch das Sammeln persönlicher Erinnerungsberichte auf den militärischen Alltag und den Umgang mit der Bevölkerung in den besetzten Gebieten aufmerksam machen wollen. Die Regisseurin Silvina Landsmann ermöglicht mit ihrem Film einen Blick hinter die Kulissen einer umstrittenen Gruppierung mit einem kontrovers diskutierten Ansatz inmitten eines über 70 Jahre schwelenden Konflikts.

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Stranger than Fiction – 24. Dokumentarfilmfestival: Monobloc

  • DE 2021
  • 95 Min
  • Regie: Hauke Wendler
  • FSK: keine Angabe
  • Originalfassung mit deutschen Untertiteln (OmU)
  • offizielle Filmseite

Vorführungen:

  • Di, 1. Februar 2022 um 17:00 Uhr

Der Monobloc ist das meistverkaufte Möbelstück aller Zeiten. Weltweit soll es eine Milliarde Exemplare des stapelbaren, in Deutschland oft weißen Plastikstuhls geben. Für viele ist er der Sündenfall eines Möbelstücks und dennoch hat er Designgeschichte geschrieben. Er ist der weltweit meistverkaufte Einrichtungsgegenstand, leicht, stapelbar und billig.

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