Darsteller*innen: Alyssa van Ommeren, Apollonia Sterckx, Soumaya Ahouaoui
LIONESS – DIE LÖWIN ist ein sportlicher Film, in dem es um Fußball und Freundschaft geht.
Rosi (Alyssa van Ommeren) hat ein perfektes Leben in Surinam: Sie wohnt in einem schönen Haus, hat viele Freunde und eine Leidenschaft für Fußball – bis sie plötzlich in die Niederlande ziehen muss und sich alles ändert. Durch ihre neue beste Freundin Jitte (Apollonia Sterckx) landet sie in der Mädchenfußballmannschaft der Schule. Nicht alle sind darüber glücklich, denn sie ist besser als die anderen. Wird sie es schaffen, ihren Traum, eine Orange Lioness zu werden, zu verwirklichen
Januar bis Juni 2026 jeden 4. Freitag um 19:00 Uhr
professionelle Erzählkunst vor der Leinwand und einer kleinen Selektion an Kurzfilmen in den Pausen – live mit André Wülfing.
Wülfing und Rondoprinz – Songs und Stories
Zwei, die sich mit Groove und Text gefunden haben: André Wülfing und Christian Bigos, der als Rondoprinz deutschsprachigen Gitarrenpop vertritt.
Ihre Geschichten stammen aus dem skurrilen Alltag und ewigen Wahrheiten, Bigos wortwitzige und eingängige Songs versprühen versponnene Phantasien aus Herz und Hirn, Wülfings Erzählungen verschenken Spannung, Weisheit und treffsichere Pointen.
Eintritt frei.
Um Spenden für das Dortmund/Bochumer
Wohnungslosen-Projekt BODO wird gebeten.
„Hola Frida“ erzählt mit Wärme, Humor und Poesie von der Kindheit Frida Kahlos – und davon, wie Fantasie Mut schenken kann. Ein farbenreiches Familienerlebnis, das berührt, inspiriert und nachklingt.
Das ist die Geschichte eines ganz besonderen Mädchens. Ihr Zuhause ist Coyoacán in Mexiko – ein lebendiger Ort voller Farben, Musik und Magie. Frida ist neugierig, mutig und voller Energie. Sie beobachtet, entdeckt, träumt – und wenn das Leben ihr Schwierigkeiten in den Weg stellt, begegnet sie ihnen mit Fantasie und Kreativität.
Was sie noch nicht weiß: Ihr besonderer Blick auf die Welt wird sie später zu einer der berühmtesten Künstlerinnen aller Zeiten machen.
Anlässlich des 30. Jubiläums des Depot e.V. zeigt das SweetSixteen Kino an jedem zweiten Freitag im Monat einen Film aus dem Gründungsjahr 1995.
Ursprünglich plante Emir Kusturica einen Dokumentarfilm über traditionelle Hochzeiten in Roma-Gemeinschaften zu drehen. Doch das, was er im Zuge seiner Recherchen sah und erlebte, faszinierte ihn so sehr, dass daraus ein Spielfilm wurde – voller Lebensfreude, schräger Wendungen und liebevoll gezeichneter Figuren. Im Mittelpunkt steht Matko Destanov (Barjram Severdzan), ein liebenswerter Kleinganove, der sich mit Schmuggel und kleinen Geschäften über Wasser hält. Auf der Suche nach dem großen Coup leiht er sich Geld vom lokalen Paten Pitic (Sabri Sulejmani). Gemeinsam mit dessen Sohn Dadan (Srdan Todorovic) versucht Matko, seinen Plan umzusetzen – bis alles spektakulär aus dem Ruder läuft. Zusätzliche Turbulenz entsteht, als Dadan beschließt, seine Schwester (Salija Ibraimova) mit Matkos Sohn Zare (Florijan Ajdini) zu verheiraten. Während der chaotischen Hochzeitsfeier eskalieren die Ereignisse auf wunderbar absurden Wegen – typisch für Kusturicas warmherzigen, humorvollen Stil.
Darsteller*innen: Sophie Verbeeck, Louis-Do de Lencquesaing, Marc Limpach
Ein düsterer Gangsterfilm über Verrat, Macht und tödliche Entscheidungen.
Eine Killerin, ein tödlicher Auftrag, ein Netz aus Verrat und Intrigen. Christoph
Hochhäuslers atmosphärischer Gangsterfilm, der als LA MORT VIENDRA 2024
beim Locarno Film Festival seine Weltpremiere feierte, entführt in die düsteren
Gassen Brüssels. In der Tradition von Jean-Pierre Melville erzählt der Film die
Geschichte der Auftragsmörderin Tez, die im Auftrag des berüchtigten Gangsters
Charles Mahr einen riskanten Racheplan umsetzt – bis sie selbst zur Gejagten
wird. Düster, stilvoll und begleitet von einer klirrend-kalten Filmmusik,
beleuchtet der Film eine Welt voller Machtspiele, Intrigen und Verrat. Ein
Meisterwerk, das die Faszination des klassischen Gangsterkinos mit moderner
Eleganz neu aufleben lässt.
Darsteller*innen: Arif Jakup, Agush Agushev, Dora Akan Zlatanova
Unprätentiös und authentisch: DJ AHMET entwirft das Bild jugendlicher Rebellion in Zeiten von Social Media. Mit viel Musikleidenschaft, einer Prise schwarzem Humor und großem Respekt vor seinen Charakteren.
Beats vom Traktor: Wenn der 15-Jährige Schafhirte Ahmet durch die nordmazedonische Hügellandschaft tuckert, wummern basslastige Songs aus seiner selbstgebastelten Soundanlage. Die elektronischen Klänge verheißen einen Ausweg aus der konservativen Dorfgemeinschaft. Leider ist die nächste Disco unerreichbar weit entfernt, die örtliche Download-Geschwindigkeit katastrophal und sein strenger Vater versucht alles, um ihm die Liebe zur Musik auszutreiben. Einzig sein stummer Bruder Naim teilt seine Begeisterung – bis die wunderschöne Aya auf Heimaturlaub aus dem fernen Deutschland bei den Nachbarn einzieht. Die Neue hat nicht nur einen ausgezeichneten Musikgeschmack, unbändigen Freiheitswillen und ein Faible für Tiktok-Tänze, sondern auch ein Handy mit unbegrenztem Datenvolumen im Gepäck. Bei heimlichen Raves auf dem Acker kommen sich die beiden im Takt der Musik unweigerlich näher – dumm nur, dass ihre Hand bereits einem Anderen versprochen ist. Um die anstehende Vermählung zu verhindern, startet Ahmet mit Aya einen verzweifelten Versuch, sich aus den Traditionen zu befreien.
ON THE WAVE nimmt seine Zuschauer mit auf eine Abenteuerreise von Nürnberg über Hawaii bis nach Nazaré. In einer Collage aus Interviews mit engen Weggefährten und Legenden des Surfsports wie Laird Hamilton und Maya Gabeira, atemberaubenden Landschaftsaufnahmen an den berühmtesten Big Wave Spots der Welt, faszinierenden Surfszenen und unveröffentlichten Privataufnahmen ist der Film nicht nur das Portrait eines Grenzgängers und Außenseiters, der trotz aller Rückschläge zum Pionier wird und die Welt des Surfens für immer verändert.
Aufgewachsen fernab vom Meer in Nürnberg, fühlt sich Sebastian Steudtner schon in seiner Kindheit zum Wasser hingezogen. Er wandert im Alter von nur 16 Jahren allein nach Hawaii aus, wird Ziehsohn einer nativen hawaiianischen Familie und lernt in der Wiege der Surfkultur das Surfen von Grund auf. Als er in „Jaws“ vor Maui, einem der anspruchsvollsten Surfspots der Welt, den legendären Big Wave Surfer Laird Hamilton eine Welle reiten sieht, gibt es für ihn nur noch ein Ziel: Selbst professioneller Big Wave Surfer zu werden. Mit Zielstrebigkeit und hartem Training entwickelt er sich schnell weiter, bis er 2010 wie aus dem Nichts den „Surf Oscar“ für die größte Welle des Jahres gewinnt. Doch statt Ruhm, Anerkennung und Sponsorenverträgen erntet er als Außenseiter in der hyperkompetitiven und abgeschotteten US-West-Coast Surfer-Community nur Spott und Ablehnung. Zurück in Europa fängt er wieder bei null an, bis er schließlich im portugiesischen Nazaré eine neue Heimat findet. Hier stellt er nicht nur seinen Big Wave Weltrekord auf, sondern er macht das verschlafene Küstendorf auch zu einem der angesagtesten Surfspots der Welt, das für das Spektakel Big Wave Surfen neue Maßstäbe setzt.
Darsteller*innen: Ethan Hawke, Margaret Qualley, Andrew Scott
Dem fünffach Oscar®-nominierten Regisseur Richard Linklater („Boyhood“, „Before Midnight“) gelingt es mit seinem Talent fürs Komödiantische, die Ereignisse dieses einzigartigen Abends perfekt einzufangen.
BLUE MOON erzählt die Geschichte des legendären Songwriters Lorenz Hart, dessen berufliches und privates Leben während der Premierenfeier für das Musical „Oklahoma!“, mit dem sein ehemaliger Partner, der Komponist Richard Rodgers, einen großen Erfolg feiert, ins Wanken gerät. Mit einer Vielzahl an Schriftsteller*innen, Schauspieler*innen, Musiker*innen, Freund*innen und Protegés – eine Parade der Berühmten und derer, die es werden wollen –, werden über 100 Minuten in Echtzeit die Ereignisse in der Bar Sardi’s am Abend des 31. März 1943 geschildert. Das Ergebnis ist eine Betrachtung über Freundschaft, Kunst und Liebe.
“Eine abenteuerliche Reise in eine
faszinierende und unentdeckte Unterwasserwelt”
Fast Forward
Ein atemberaubender Blick unter eine bislang verborgene Oberfläche: DIE WILDE NORDSEE entführt das Publikum auf eine spektakuläre Reise durch eines der unerforschtesten, rauesten und zugleich faszinierendsten Meere Europas. Zwischen tosenden Wellen und geheimnisvollen Tiefen entfaltet sich das verborgene Leben der Nordsee – mit eindrucksvollen Bildern, seltenen Tierbegegnungen und berührenden Geschichten aus einer Welt im Wandel. Ein visuell überwältigendes Naturerlebnis, das Staunen weckt – und zum Nachdenken anregt.
Darsteller*innen: Imogen Poots, Thora Birch, Tom Sturridge
THE CHRONOLOGY OF WATER ist eine der Entdeckungen aus Cannes 2025 – und das beeindruckende Debüt einer eigenwilligen neuen Regisseurin.
Lidia wächst im Oregon der 1970er Jahre in einem von Gewalt und Alkohol geprägten Umfeld auf. Als begabte Schwimmerin sucht sie Zuflucht im Wasser, doch Schmerz und Selbstzerstörung begleiten sie auch an Land. Erst im Schreiben beginnt sie, sich ihre eigene Geschichte anzueignen und Erfahrungen von Verletzung und Verlust in Sprache zu verwandeln.
Imogen Poots verkörpert Lidia Yuknavitch mit einer Präsenz, die nicht erklärt, sondern erfahrbar macht. An ihrer Seite spielt ein hochkarätiges Ensemble mit Thora Birch, Tom Sturridge, Jim Belushi, Earl Cave, Susannah Flood und Kim Gordon. Stewart findet für Yuknavitchs Prosa eine filmische Form, die deren sinnliche Sprache nicht illustriert, sondern übersetzt. THE CHRONOLOGY OF WATER taucht ganz in das Erleben seiner Hauptfigur ein – und erzählt von Selbstermächtigung als Prozess, nicht als Ziel.
„Vielfach ausgezeichnet wurden die belgischen Brüder Jean-Pierre und Luc Dardenne für Sozialdramen wie ROSETTA und DAS KIND, die eine, manchmal zwei Personen beim Kampf ums Überleben zeigen. Für ihren 13. Spielfilm ändert das Duo seinen Ansatz und beobachtet nun junge Frauen, fast noch Kinder, die selbst Kinder zur Welt bringen. Von ihrem Umfeld und den Vätern meist allein gelassen, erfahren die jungen Mütter in einer sozialen Einrichtung Unterstützung und entwickeln ein Maß an Hoffnung, das dieses Drama zum optimistischsten Film in der langen Karriere der Brüder werden lässt“. filmfestival cologne
Jessica, Perla, Julie, Ariane und Naïma leben in einem Heim für junge Mütter. Fünf Teenagerinnen, die auf ein besseres Leben für sich und ihre Babys hoffen.
„Jede Geschichte wurde entsprechend der jeweiligen Teenager-Mutter und ihrem Kind gestaltet, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Heims für junge Mütter. Was sie verbindet, ist die frühe Mutterschaft, die mit der sozialen Determinierung von Armut und bestimmten emotionalen Defiziten verbunden ist. Diese können dazu führen, dass die gleichen Verhaltensweisen von Generation zu Generation wiederholt werden. Genau davon versuchen sie sich zu befreien und erscheinen dabei einzigartig, lebendig und individuell. Sie hören in gewisser Weise auf, Figuren zu sein – und werden zu Menschen“.
Campione d’Italia liegt, umrahmt vom schweizerischen Tessin, am Luganer See. Seit fast hundert Jahren lebte die Exklave ausschließlich von diesem Casino, sowohl wirtschaftlich als auch im Selbstverständnis seiner Einwohner. Es war Arbeitgeber für wirklich jede Familie, und es war Glamour und Weltläufigkeit, Autorennen, Sophia Loren, Frederico Fellini. Die Pelzmäntel, die Karossen! Ihr Abglanz vergoldete alle.
Doch dann meldet das Casino im Jahr 2018 über Nacht Konkurs an. Pleite ist seitdem auch die Gemeinde und arbeitslos sind ihre Bewohner und Bewohnerinnen. Tristesse liegt über den Gassen und Promenaden; über alledem brütet das Casino als ein sinnlos gewordener Koloss.
Darsteller*innen: Staffan Götestam, Lars Söderdahl, Allan Edwall
Die Brüder Löwe, Krümel und Jonathan, treffen sich nach ihrem Tod im Phantasieland Nangijala. Dort bewohnen sie mit ihren Freunden das friedliche Kirschtal. Doch es gibt auch noch das Dornrosental, das der Tyrann Tengil mit seinen Ungeheuern erobert hat. Mutig nehmen die Brüder den Kampf mit Tengil und dem Drachen Katla auf.
Eine Spielbank -die größte in Europa- meldet Konkurs an und reißt ein ganzes
Dorf mit in die Pleite. Das ist absurd, tragisch und erhellend.
Campione d’Italia liegt, umrahmt vom schweizerischen Tessin, am Luganer See. Seit fast hundert Jahren lebte die Exklave ausschließlich von diesem Casino, sowohl wirtschaftlich als auch im Selbstverständnis seiner Einwohner. Es war Arbeitgeber für wirklich jede Familie, und es war Glamour und Weltläufigkeit, Autorennen, Sophia Loren, Frederico Fellini. Die Pelzmäntel, die Karossen! Ihr Abglanz vergoldete alle.
Doch dann meldet das Casino im Jahr 2018 über Nacht Konkurs an. Pleite ist seitdem auch die Gemeinde und arbeitslos sind ihre Bewohner und Bewohnerinnen. Tristesse liegt über den Gassen und Promenaden; über alledem brütet das Casino als ein sinnlos gewordener Koloss.
Das Filmessay INVISIBLE PEOPLE porträtiert Tänzer und Tänzerinnen, die die Kunstform des japanischen Butoh-Tanzes ausüben. Ein komplex-kunstvolles filmisches Experiment, das die Faszination dieser zeitgenössischen Tanzkunst in ebenso faszinierende Bilder verwandelt.
In ihrem aus einer sehr persönlichen Perspektive heraus konzipiertem filmischen Essay INVISIBLE PEOPLE porträtiert die Filmemacherin Alisa Berger verschiedene Butoh-Performer während ihrer Inszenierungen. Dabei vermischt sie Off-Texte mit kunstvoll-experimentellen Tanzarrangements, die das Wesen des Tanzes selbst in den Vordergrund stellen und das Publikum mit Musik und Tanz direkt adressieren. So lebt der Film von der Ruhe und Kraft, die auch die Tänzer und Tänzerinnen in sich tragen und die Voraussetzung ist, Butoh als Tanzform wirklich ausüben und leben zu können. Seinen experimentellen Charakter zeigt der Film auch in seinem Einsatz von Licht, Farbe und Musik. Die Stroboskop-Effekte zu Beginn des Films sind ebenso ein ästhetisch-gestalterisches Ausrufezeichen wie auch die düster-disharmonischen Klangkompositionen auf der Tonebene und die ganz unterschiedlichen Settings, in denen die Künstler performen.
Darsteller*innen: Julia Buchmann, Stefan Merki, Rachel Braunschweig
„FRIEDAS FALL ist ein starkes Stück. Ein wuchtiges Sittenbild, das ein dunkles Kapitel Schweizer Geschichte beleuchtet. Der Film gibt Frida Keller nach 120 Jahren die Chance, gesehen und gehört zu werden.“
SRF
Im Jahr 1904 steht der Fall der jungen Näherin Frieda Keller im Brennpunkt einer gesellschaftlichen Auseinandersetzung über Recht und Gerechtigkeit. Staatsanwalt Walter Gmür und Verteidiger Arnold Janggen sehen sich nicht nur mit beruflichen, sondern auch persönlichen Herausforderungen konfrontiert, die ihre Auffassung von Moral und Gleichheit hinterfragen. Erna Gmür, die Ehefrau des Staatsanwalts, entdeckt in ihrer Zuneigung zu Frieda die Wahrheit über Ungerechtigkeiten, die Frauen zu ertragen haben. Gesine Janggen, die Frau des Verteidigers, setzt sich entschlossen für Friedas Rechte ein und drängt ihren Ehemann, für Gleichstellung vor Gericht zu kämpfen. Die öffentliche Aufmerksamkeit, verstärkt durch Proteste und grenzüberschreitende Berichterstattung, stellt das patriarchale Rechtssystem in Frage und bringt die Anwälte an den Rand ihrer Fähigkeiten. Inmitten dieses Tumults setzt sich ausgerechnet Staatsanwalt Gmür für Friedas Gnadengesuch ein. Enthüllt wird ein heuchlerisches System, das Männer schützt und Frauen für Taten verurteilt, für die sie nicht allein verantwortlich sind. Diese Geschichte hinterfragt die Rolle der Frau in der Gesellschaft sowie den Umgang mit Scham und Moralvorstellungen. FRIEDAS FALL ist nicht nur die wahre Erzählung eines tragischen Schicksals, sondern auch ein Spiegel gesellschaftlicher Debatten über Gleichstellung, die bis in die heutige Zeit fortwirkt.
Januar bis Juni 2026 jeden 4. Freitag um 19:00 Uhr
professionelle Erzählkunst vor der Leinwand und einer kleinen Selektion an Kurzfilmen in den Pausen – live mit André Wülfing
Das Fleisch der Zunge und andere Märchen
Wenn André Wülfing Märchen erzählt, ist es, als sei er selbst dabei gewesen. Schillernd und
anschaulich, von ganzem Herzen begleitet, kommen die Geschichten daher, klanglich
traditionell der wunderbaren Vielfalt alter Sprache verpflichtet, charakterlich jedoch oft so
zeitgenössisch, als würde man all die Figuren persönlich kennen.
Eintritt frei.
Um Spenden für das Dortmund/Bochumer
Wohnungslosen-Projekt BODO wird gebeten.
Wir zeigen „Ein stummer Hund will ich nicht sein!“,
anlässlich des Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust am 27. Januar 2026
„Eine Mahnung für Meinungsfreiheit und Demokratie.“ Jüdische Allgemeine
EIN STUMMER HUND WILL ICH NICHT SEIN folgt dem Schicksal des katholischen Priesters Korbinian Aigner, der wegen seines Widerstandes gegen die Nazis 1941 ins KZ Dachau kam und dort im gefürchteten „Kräutergarten“ zur Arbeit gezwungen wurde.
Unter Lebensgefahr gelang es Korbinian Aigner, zwischen den Baracken des KZ neue Apfelsorten zu züchten und die Setzlinge aus dem Lager zu schmuggeln – für ihn eine Möglichkeit, dem tödlichen Abgrund neues Leben entgegenzusetzen. Die von ihm selbst genannte Züchtung „KZ3“ hat überlebt und wird heute weltweit als Erinnerungsbaum gepflanzt.
Mit Zeitzeugenberichten, Spielfilmszenen, historischen Foto- und Filmdokumenten und mit atmosphärisch dichten Animationssequenzen im Stil einer Grafic Novel erzählt dieser Film zwei unbekannte Geschichten aus dem dunkelsten Kapitel deutscher Vergangenheit – die des Priesters Korbinian Aigner und die des wichtigsten Arbeitskommandos des KZ Dachau, dem von den Nazis verharmlosend genannten „Kräutergarten“, in dem „zur Heilung des Deutschen Volkskörpers“ die Menschen nach dem Prinzip „Vernichtung durch Arbeit“ ermordet wurden.
Dass Korbinian Aigner überlebt hat und mit ihm sein Korbinians-Apfel ist ein Zeichen der Hoffnung und eine Inspiration für nachfolgende Generationen. Damit ist dieser Film gerade in unserer Zeit aktueller und wichtiger denn je.
Darsteller*innen: David Dastmalchian, Mads Mikkelsen, Sigourney Weaver
DUST BUNNY ist eine fesselnde Reise in die dunklen Winkel der Fantasie, ein gnadenloser Rachefeldzug – voller schwarzem Humor, bizarrer Kreaturen und brutaler Konsequenzen.Ein düsteres Märchen voller Vorstellungskraft, Witz -und einem ganz besonderen Monsterhasen.
In DUST BUNNY, dem fantasievollen und hintergründig-einfallsreichen Regiedebüt des visionären Serienschöpfers Bryan Fuller (Hannibal, Pushing Daisies), verbündet sich ein zehnjähriges Mädchen mit ihrem Nachbarn, gespielt von Mads Mikkelsen, um sich gemeinsam ihren inneren und äußeren Monstern zu stellen.Aurora ist überzeugt: Ein Monster hat ihre Familie verschlungen. Ihre letzte Hoffnung ruht auf dem unheimlichen Mann von nebenan – von dem es heißt, er töte „echte“ Monster. In Wahrheit ist er ein abgebrühter Auftragsmörder.
Was als skurrile Geschichte beginnt, entwickelt sich rasch zu einem düsteren Geflecht aus Gewalt, Schuld und kindlicher Vorstellungskraft. Realität und Illusion verschwimmen – und am Ende bleibt die Frage: Wer sind die wahren Monster?
Eine Frau bricht aus einer Gewaltbeziehung aus und stößt
dabei auf ein System, das sie ignoriert. Durch Tanz,
Animationen, ungeschönte Interviews und die
Erzählstimme von Sandra Hüller werden die verborgenen
Machtstrukturen hinter häuslicher Gewalt aufgedeckt.
Häusliche Gewalt gegen Frauen: Die Zahlen sind eindeutig, das Leid kaum auszuhalten; und dennoch bleibt die Gewalt und vor allem die davon Betroffenen oft unsichtbar.
Was Frauen in toxischen Beziehungen erleben, welche Auswirkungen die Gewalt auf ihr Leben hat und wie sie einen Ausweg und Hilfe finden, dies macht Alina Cyranek in ihrem Dokumentarfilm FASSADEN sichtbar.
In FASSADEN erzählt Sandra Hüller die Geschichte einer Frau, die aus einer langjährigen gewalttätigen Beziehung ausbricht, sowie von einem politischen und gesellschaftlichen System, das lieber wegschaut. Der Film zeigt, welche Machtstrukturen hinter den Fassaden stecken und wie der Staat Frauen unzulänglich schützt.
Die Erzählung wurde aus vier realen Erfahrungsberichten zu einer Geschichte verdichtet, um die Anonymität der Frauen zu wahren. Alle Ereignisse haben sich tatsächlich so zugetragen, nichts ist erfunden. Ein Tanzpaar erschafft in einer Blackbox Bilder einer Beziehung, hochästhetisch, physisch, poetisch und lässt somit Raum für Vielschichtigkeit und Komplexität solch einer Beziehung. Die Manipulation der Frau wird mittels Animation zunehmend sichtbar gemacht, indem einzelne Frames auf Papier ausgedruckt, bearbeitet und wieder in den Realfilm eingefügt werden. Den klassisch dokumentarischen Rahmen bilden Experteninterviews, die klar und sachlich die Machtverhältnisse und Beziehungsstrukturen einordnen.
Darsteller*innen: Seyneb Saleh, Trystan Pütter, Sebastian Urzendowsky
Ihr gemeinsames Sabbatical ist für das Paar Tara und Robert und ihre Tochter Nia bereits
Zerreißprobe genug – als zu allem Überfluss auch noch Roberts Bruder Joni auftaucht, wird ihr
Aufenthalt in Griechenland allmählich zur familiären Feuertaufe.
Tara und Robert stecken fest. Um ein Haar hätten sie sich getrennt. Um ihre Beziehung zu
retten, nehmen sie sich eine Auszeit mit ihrer Tochter in Griechenland. Aber als die Touristen
weg sind und das Wetter rauer wird, kehren die Probleme mit aller Wucht zurück. Als
unerwartet auch noch der kleine Bruder von Robert vor der Tür steht, spitzt sich die Lage zu.
SABBATICAL ist eine Regiearbeit von Judith Angerbauer und thematisiert die Schaffenskrise
von Tara, aber vor allem die gescheiterte Flucht eines Paares aus ihrer gewohnten Welt, um
ihrer Krise zu entkommen. Das Drama ist besetzt mit Seyneb Saleh in der Rolle der Tara und
Trystan Pütter als ihr Partner Robert. Ihre Tochter Nia wird gespielt von Zoë Baier. Sebastian
Urzendowsky verkörpert Roberts Bruder Jonathan, der plötzlich in Griechenland auftaucht.
Ergänzt wird das Ensemble mit Ulrike Willenbacher als Großmutter Marlies und Bernhard
Schütz als Großvater Hans.
Darsteller*innen: Bill Pullman, Patricia Arquette, Balthazar Getty
Anlässlich des 30. Jubiläums des Depot e.V. zeigt das SweetSixteen Kino an jedem zweiten Freitag im Monat einen Film aus dem Gründungsjahr 1995.
Die Ehe des Jazzsaxophonisten Fred Madison ist am Abgrund. Als er nach einer Party festgenommen wird und des Mordes seiner Frau Renee beschuldigt wird, landet er in der Todeszelle. Geplagt von starken Kopfschmerzen und Visionen des Mystery Mans, verwandelt sich Fred in den Automechaniker Pete Dayton. Die Wärter, die den unschuldigen Fremden in der Zelle finden, müssen Pete gehen lassen. Doch es stellt sich bald raus, dass alle, gefangen in ihrem eigenen Schicksal, verloren sind ¿auf dem Lost Highway.
Darsteller*innen: Ville Virtanen, Nina Hukkinen, Rony Herman
„Nie Allein“ ist ein kraftvoller Film über Courage, Widerstandskraft und Mut.
Während des Zweiten Weltkrieges suchen jüdische Menschen Zuflucht in der Ferne. Auch in Finnland hoffen einige von ihnen auf einen Neuanfang. Durch Finnlands Bündnis mit Nazi-Deutschland droht die Situation jedoch zu eskalieren, als die jüdischen Geflüchteten gewaltsam in deutsche Konzentrationslager deportiert werden sollen. Abraham Stiller, ein angesehenes Mitglied der jüdischen Gemeinde in Finnland, kann nicht tatenlos zusehen. Der Textilfabrikant setzt alles daran, die Geflüchteten in seinen Produktionsstätten unterzubringen, um sie zu schützen und gerät dabei immer mehr an seine eigenen Grenzen.
„Ein Hund bringt die Menschlichkeit in einem Menschen wirklich zum Vorschein.” – Heidi Ewing & Rachel Grady
Dieses lebensbejahende Dokumentarfilm-Meisterwerk der Oscar®-nominierten Filmemacherinnen Heidi Ewing und Rachel Grady begleitet junge Menschen, die sich für ein unkonventionelles Jahr an einer traditionellen Volkshochschule in der arktischen Wildnis Norwegens entscheiden, um jenseits der digitalen Welt wieder Mut, Sinn und Gemeinschaft zu finden. Die Schlittenhunde werden dabei zu ihren Lehrern und Spiegeln. Sie fordern Geduld, Vertrauen und Selbstbewusstsein – und schenken im Gegenzug bedingungslose Verbundenheit.
Mit intimen Beobachtungen, atemberaubenden Landschaftsaufnahmen und einer tiefen Menschlichkeit erzählt der Film von einer Generation, die zwischen digitaler Entfremdung und dem Wunsch nach echter Verbindung steht – am Rande der Welt und am Anfang ihres eigenen Lebens.
Der Klimawandel lässt die Pole und die Gletscher schmelzen. MELT ist ein Film über Schnee und Eis, das es so bald nicht mehr geben wird.
Etwa zwei Prozent des Wassers auf unserem Planeten bedeckt gefroren die Erdoberfläche. Das ist mehr als doppelt so viel, wie in Flüssen, Seen und der Atmosphäre vorkommt, also der Großteil unseres Süßwassers. Mit der Erderwärmung drohen sich diese Verhältnisse dramatisch zu verschieben. Nikolaus Geyrhalter findet in seinem jüngsten Werk opulente Bilder einer Welt aus Eis und Schnee und evoziert zugleich eine lebhafte Vorstellung von der bevorstehenden großen Schmelze.
Von 2021 bis 2025 hat er eingeschneite Landschaften in der nordwestjapanischen Provinz Niigata besucht, den Schweizer Aletschgletscher und ein Dorf in den Osttiroler Bergen. In der Inuvik-Region in Kanada erfährt er, dass die Straßen erst in der Frostperiode befahrbar sind und nur dann Familienfeste gefeiert werden können. Er beobachtet, wie im japanischen Toyama präzise gezogene Schneewände Hunderte Schaulustige anlocken und wie sich der französische Skiort Val d’Isère durch Schneekanonen zu retten versucht. Überall trifft Geyrhalter auf Menschen, deren Dasein von Naturgewalten geprägt ist. Und sie alle ahnen, dass sie die letzte Generation sein könnten, die mit der Schönheit von Eis und Schnee lebt.