Bernd-Operation Germanenkind (Bundesstart)

Vorführungen:

  • Do., 10. September 2026 – So., 13. September 2026 um 20:45 Uhr
  • Mo., 14. September 2026 um 21:00 Uhr
  • Di., 15. September 2026 – Mi., 16. September 2026 um 20:45 Uhr

Darsteller*innen: Verena Unbehaun, Matthias Rheinheimer, Silvina Buchbauer


„Cornelius Schwalm erzählt die Eskalation als bitterböse Komödie: Zwischen Proben, Gruppengesprächen und ritualisiertem „Wir sind doch tolerant“ verschieben sich die Grenzen. Formal roh, kompromisslos und im Geist Christoph Schlingensiefs zeigt der Film die Mechanismen einer Gesellschaft auf, die an ihren eigenen moralischen Ansprüchen scheitert…“                      Lichter Filmfest Frankfurt International 2026

 

 

 

Bernd arbeitet als Schauspieler mit Behinderung in einem linken Berliner Künstlerkollektiv. Mit ihrem neuen Stück reisen sie nach Peenemünde, das vor allem für die Raketenentwicklung in der einst dort stationierten Heeresversuchsanstalt bekannt ist. Bernd, der zunehmend vom Dritten Reich fasziniert ist, demonstriert seine rechten Tendenzen: laut, sexistisch, rassistisch, respektlos – ein Affront gegen jede moralische Gewissheit der Gruppe. Mit jeder seiner Provokationen zerbricht zunehmend mehr von ihrer Toleranz. Aus Haltung wird Hass, aus Humanismus Gewalt. Am Ende prügeln jene, die sich für die besseren Menschen halten, wie Barbaren auf ihn ein – und aus Demokraten werden exzentrische Wutbürger.
Eine Dystopie über Moral, Macht und die dünne Haut der Demokratie.